[Rezension] Michael E. Vieten – Der unsichtbare Feind

Der unsichtbare Feind

Titel: Der unsichtbare Feind
Reihe: Christine Bernard (Band 3)
Autor: Michael E. Vieten
Verlag: abacus
Genre: Krimi
Seiten: 284
ISBN: 978-3-86282-453-3

Inhalt in Kürze:

Kommissarin Christiane Bernard ist mit ihren Kollegen einer Bande von Drogendealern auf der Spur. Als eines Nachts die Täter auf frischer Tat ertappt werden, ergreifen zwei die Flucht. Christiane nimmt die riskante und gefährliche Verfolgungsjagd auf, bei der sie sich verletzt und die Flüchtigen schon entwischt scheinen. Allerdings wird einer von einem Kleintransporter angefahren und erliegt am nächsten Tag seinen Verletzungen. Christiane wird in eine andere Abteilung versetzt, da es eine interne Ermittlung gibt, aber das ist ihre geringste Sorge. Ihr Handy funktioniert plötzlich nicht mehr, ihre Bank- bzw. Kreditkarten sind angeblich überzogen, obwohl sie nichts gekauft hat und auch ihr Auto ist defekt. Anfangs glaubt sie noch an eine Verkettung unglücklicher Umstände, aber nach einem Mordanschlag ist sie sich sicher! Jemand trachtet ihr nach dem Leben.

Charaktere:

Christiane Bernard ist charmant und kann mit ihrem Äußeren so manchen Mann den Kopf verdrehen. Außerdem ist sie Polizistin mit Leib und Seele. Wenn sie sich einmal in einem Fall verbissen hat, dann lässt sie nicht locker, bis sie ihn gelöst hat. Dabei begibt sie sich auch öfter selbst in Gefahr und ermittelt auch mal auf eigene Faust, wenn es nicht anders geht. Allerdings kennt sie auch ihre Grenzen und weiß, wann es besser ist eine Sache abzubrechen. Sie ist wirklich eine sympathische Protagonistin mit der man mitfiebern, aber auch mitleiden kann.

Handlung:

Die Handlung passt wirklich hervorragend in die heutige Zeit und zeigt auf welche Gefahr durch die Digitalisierung bzw. allgemeine Vernetzung entsteht. Ein erstklassiger Hacker kann jemandem in kürzester Zeit das Leben zur absoluten Hölle machen und das, obwohl er selbst niemals mit der Person in Kontakt getreten ist. Nichts in diesem Buch ist übertrieben und das macht es so erschreckend. Das hat mir sehr gut gefallen und es wurde ein richtig toller Spannungsbogen aufgebaut. Die erste Hälfte hatte es wirklich in sich und man konnte schon eher von einem Thriller als von einem Krimi sprechen. Leider hat die Handlung in der zweiten Hälfte ziemlich nachgelassen und es schien, als hätte der Autor sein ganzes Pulver schon verschossen. Das war ziemlich schade, denn ich habe mir da mehr erwartet. Trotzdem muss ich sagen, dass die Handlung schon zu einem guten und auch zufriedenstellenden Ende geführt wurde, aber leider nicht mit der Spannung und dem Nervenkitzel des Anfangs. Das hat mich doch etwas enttäuscht. Positiv muss ich aber noch erwähnen, dass man nicht merkt, dass es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt. Man kann das Buch auch unbesorgt lesen, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt.

Fazit:

Die erste Hälfte von „Der unsichtbare Feind“ ist wirklich top, der Rest leider etwas mau. Allerdings ist mir die Protagonistin so sympathisch, dass ich sicherlich ein Auge auf die Vorgänger und die möglichen Nachfolger werfen werde. Für (Cyber-)Krimifans auf jeden Fall empfehlenswert und von mir gibt es noch

Vielen Dank an den acabus Verlag für das Rezensionsexemplar. Auf meine Meinung hatte die jedoch keinen Einfluss.

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