[Rezension] Mad Köninger – Ich bin dann mal was Blödes tun

Mad Köninger - Ich bin dann mal was Blödes tun

Titel: Ich bin dann mal was blödes tun
Autor: Mad Köninger
Genre: Satire
Verlag: Telegonos
Seiten: 220
ISBN: 9783744882132
Preis: 10,90€

Inhalt in Kürze:

Matthias “Mad” Köninger ist ein Student bei dem AHDS diagnostiziert wird. Nachdem er deshalb sogar sein Studium unterbrechen muss, beschließt er in eine psychiatrische Klinik zu gehen und eine Therapie zu machen. Man verfolgt einige Episoden seines Klinikalltags und teilt seine Gedanken, die sehr bissig und auch zynisch sind.

Charaktere:

Alles dreht und wendet sich um das Leben von Matthias. Es werden zwar noch einige andere Personen erwähnt, aber diese sind nur Nebencharaktere. Matthias ist 25 Jahre, leidet an ADHS und sagt von sich selbst, dass er alles andere als Mainstream ist. Er hat immer und zu allem einen Spruch auf Lager und ziemlich viele abgedrehte Ideen. Außerdem ist er für jeden Spaß zu haben. Ein netter Zeitgenosse, mit dem man eine Menge Spaß haben kann.

Handlung:

Obwohl ich Matthias eigentlich ganz sympathisch finde, konnte ich mit dem Buch nicht warm werden. Der Humor hat mir größtenteils ganz gut gefallen, aber leider waren die Sprüche und Aussagen nicht wirklich originell. Viele Witze waren schon uralt und die Themen bzw. Filme und Personen, die durch den Kakao gezogen werden sind, schon lange nicht mehr aktuell. Darunter „Königreich der Himmel“, „James Bond – Skyfall“, „Twilight“ und „Lady Gaga“. Außerdem wird das Dschugelcamp thematisiert, mit den Teilnehmern von 2013. Der Autor meinte, dass eine Freundin ihn 2012 auf die Idee zu diesem Buch gebracht hätte und anscheinend stammen aus diesem Jahr auch viele seiner Ansichten und Aussagen. Natürlich gibt es zwischendurch auch zeitlose Themen, wie der Zweite Weltkrieg, Österreich, Star Wars und die Deutsche Bahn. Aber meiner Meinung nach, hat sich der Autor mit dem Buch zu viel Zeit gelassen. Wenn das Buch Ende 2013 erschienen wäre, hätte ich vielleicht noch über so einiges Lachen können, weil ich die Sprüche noch nicht kannte, aber knapp 4 Jahre später sind die meisten Themen leider vollkommen veraltet und ziemlich ausgelutscht.

Satire ist schön und gut, aber das Problem dabei ist, dass es aktuelle Themen behandeln muss, damit es wirklich einschlägt. Wenn man die Zeit verpasst, wirken die Sprüche eher aufgesetzt bzw. irgendwie nicht originell, weil man sie in der ein oder anderen Form schon einige Male gehört hat. Wenn der Autor sich entschließen sollte ein weiteres Buch zu den aktuellen Ereignissen zu schreiben, sollte es spätestens nächstes Jahr erscheinen und nicht erst 2022, denn über z.B. Donald Trump oder die Flüchtlingskrise will dann niemand mehr etwas wissen.

Stil:

Der Stil war angenehm zu lesen und ich bin der Meinung, dass mir das Buch, hätte ich es 2012 oder 2013, als die Themen noch aktuell waren, in die Finger bekommen, sehr viel besser gefallen hätte. Der Autor hat das Zeug gute Satire zu schreiben, aber er hat seine Zeit verpasst.

Fazit:

„Ich bin dann mal was blödes tun“ ist prinzipiell ein gutes Buch bzw. wäre ein gutes Buch geworden, wenn es nicht erst jetzt erschienen wäre. Die Themen sind inzwischen einfach zu alt, um mich noch wirklich abzuholen. Ich mag gute Satire, aber es muss auch aktuell sein. Deshalb gibt es auch nicht mehr als

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