[Film] Krampus

Film - Krampus

Hallo,

passend zu den Festtagen, haben Noctana und ich uns einen Weihnachtshorrorfilm angesehen. Nämlich „Krampus“, welcher lose an die gleichnamige Sagengestalt angelehnt wurde. Für alle, die den Krampus nicht kennen, hier eine kurze Erklärung: Am 06. Dezember ist Nikolaustag, der Tag, an dem der heilige Nikolaus die braven Kinder beschenkt. Im Ostalpenraum, also in Südbayern, in der Oberpfalz, aber auch in Österreich, Teilen von Lichtenstein und einigen anderen Ländern kommt an diesem Tag auch der Krampus. Er ist eine Schreckgestalt, meistens an die Gestalt des Teufels angelehnt, welche den heiligen Nikolaus begleitet und die unartigen Kinder bestraft. So viel zum Hintergrund. Nun zum Film:

Inhalt in Kürze:

Eine typische amerikanische Familie findet sich zum Weihnachtsfest zusammen. Eigentlich sollte an diesem Tag alles harmonisch und besinnlich sein, aber schon nach kurzer Zeit ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Am Esstisch kommt es zu einigen heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Erwachsenen, aber auch den Kindern der Familie. Max (Emjay Anthony), der Sohn von Tom (Adam Scott) und Sarah (Toni Collette) verliert den Glauben an Weihnachten, zerreißt seinen Brief an den Weihnachtsmann und wirft ihn aus dem Fenster. Die Stimmung der Familie ist völlig am Boden. Als am nächsten Tag auch noch der Strom ausfällt und sie wegen eines plötzlichen Schneesturms von der Außenwelt abgeschnitten sind, könnte es nicht schlimmer kommen. Oder doch?

Kritik:

„Zerstöre nie mutwillig den Glauben an das Weihnachtsfest“, lautet eine Botschaft dieses Filmes. „Krampus“ hat eine ziemlich düstere Grundstimmung. Die Familie hat sich nämlich im Haus verbarrikadiert, aber nach einigen Vorfällen wissen alle, dass da draußen irgendwas ist, was ihnen Schaden will.

Aber so düster der Film auch sein mag, die Helferlein des Krampus waren dann doch wieder so skurril, dass ich unweigerlich schmunzeln musste. Böse Lebkuchenmänner kann man leider nicht wirklich ernst nehmen. Einen fleischfressenden Schachtelteufel, der einen ganzen Menschen verschlingen kann, dafür schon. Trotzdem waren die „Antagonisten“ – mit Ausnahme des Krampus und ein paar Elfen – eigentlich nur Spielsachen, wenn auch mörderisch und ziemlich heimtückisch.

Das Ende war auch vollkommen anders als erwartet, aber es hat mir wirklich sehr gut gefallen. „Rufe den Krampus nie unbedacht herbei, oder du wirst es bereuen!“, könnte eine weitere Botschaft des Filmes sein.

Fazit:

„Krampus“ ist ein Horror-Film mit skurrilen Charakteren und einer düsteren Grundstimmung. Zumindest einmal kann man ihn sich schon ansehen, wenn man nichts Besseres auf Lager hat. Der Film des Jahres ist er jedenfalls nicht und große schauspielerische Leistung wird auch von niemandem gefordert. „Krampus“ ist ganz nett für zwischendurch, aber für eine bessere Wertung als

reicht es nicht.

 

2 Responses to [Film] Krampus

  1. Birgit sagt:

    Hallo Ihr beiden,

    nachträglich noch ein glückliches Neues Jahr!

    Ich hatte mir vor einer Weile „Krampus“ aus der Bücherei geliehen und empfand den Film ähnlich wie Ihr. Von der Grundidee ganz gut, aber in der Umsetzung (je länger der Film dauert) nicht wirklich überzeugend. Und das Ende — irgendwie hatte ich auf etwas anderes gehofft! Dennoch nicht schlecht — es war Zeit, dass Krampus seinen eigenen Film bekommen hat.

    Viele liebe Grüße,
    Birgit

    • Drachenleben sagt:

      Hallo Birgit,

      es wir wirklich mal überfällig das Krampus seinen eigenen Film bekommt, aber dieser ist leider nicht das was ich mir darunter vorgestellt habe. Auf der einen Seite war die Ernsthaftigkeit ziemlich schnell dahin, auf der anderen war das Ende doch ziemlich heftig. Da hatte ich mir auch etwas anderes erwartet. Sicher kein Happy End, aber doch nicht so etwas. Andererseits passt diese Entgültigkeit irgendwie trotzdem, auch wenn es mir nicht sonderlich gefällt. Vielleicht weil man immer sagt man hätte eine zweite Chance verdient.

      Jedenfalls danke für den Kommentar

      Drachige Grüße
      Beluri

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