[Autorenleben] Die Spannung steigt – Ein Monat bis zur Veröffentlichung

Die Spannung steigt

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon so lange nichts mehr aus meinem Autorendasein berichtet, das ist längst mal wieder überfällig. Wenn ich die letzten Monate mit ein paar wenige Wörtern zusammenfassen müsste, wären das ganz sicher folgende: Spannend, anstrengend, chaotisch, Imporviosationstheater und schlaflos.

Doch ihr seid ja nicht hier, weil ihr nur mit ein paar Schlagworten abgespeist werden wollt, darum hole ich einmal etwas weiter aus:

Der Schreibprozess:

Ansich war die Geschichte fertig und die Handlung festgelegt, doch je länger ich darüber nachgedacht habe, desto weniger gefiel mir das alles. Ich wollte die Szenen anders einteilen, die Handlung noch emotionaler gestalten und mehr Seiten von meinen Protagonisten zeigen. Umschreiben? Klar, aber das war zuviel.
Lassen? Kam nicht in Frage.
Was also tun?

Letztlich habe ich – trotz vieler Einwände aus meinem Umfeld – gnadenlos die Löschentaste gedrückt. 8 Kapitel durften bleiben, der Rest sollte neu geschrieben werden. Ganz gleich, dass ich 10 Tage später ins Lektorat abgeben musste oder nicht. Ich war es mir und der Geschichte schuldig, sie auf die bestmögliche Weise zu erzählen, auch wenn es extreme Massnahmen erforderte. Das es ein Gewaltakt werden würde, stand außer Frage und Schlaf habe ich für diese Zeit auch weitestgehend abgeschafft, doch am Ende stand am 10.11. um 20 Uhr eine Geschichte da, mit der sowohl ich als auch meine beiden Alphaleser Anna von Mehr als Worte und Silke von Fairy-book überzeugen konnte.

Die Lektoratsphase

Nicht immer ist alles Gold was glänzt. Das gilt selbstverständlich auch für meinen Text und mir war klar, dass sicherlich so manches zu tun ist, bis daraus ein fertiges Buch wird. Nachdem meine Wunschlektoren leider absagen mussten, machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Lektor. Es dauerte viele Testlektorate und Gesprächen bis ich einen fand, der gut zu passen schien. Leider hat sich das im Laufe des Lektorats nicht bestätigt.

Damit war ich zunächst ziemlich überfordert. Nachdem ich jedes Mal entweder den Tränen nahe war oder geheult habe, wenn ich meine Datei geöffnet habe, stand aber fest, dass es so eben nicht gehen kann. Zuerst einmal habe ich mir eine Menge zusätzliche Meinungen eingeholt, denn schließlich könnte ich ja auch einfach überreagieren. Allerdings hat sich ziemlich schnell herauskristallisiert, das mein Buchgefühl nicht auf dem Holzweg war, denn soviel Testleser, Autoren- und Lektorenkollegen können sich nicht irren – Vielen Dank an dieser Stelle auch allen, die sich bereiterklärt haben mir ein Feedback dazuzugeben und mir geholfen haben.

Die Spannung steigt

Tja, da stand ich nun. Meine fürs Lektorat geplante Zeit war zu einem großen Teil rum und letztlich musste es also neu gemacht werden. Ich wäre wohl verzweifelt, wenn nicht zwei sehr liebe Kolleginnen Mitleid gehabt hätten und parallel zueinander mein Manuskript durchgeackert hätten, damit ich am Ende doch noch ein Lektorat hatte. – Liebe Sylvia, liebe Andrea, ich bin euch so dankbar dafür, dass ihr das für mich getan habt, ohne euch wäre ich aufgeschmissen gewesen.

Zeitlich wurde es jetzt leider enger, denn meine Korrektorin und Weihnachten standen vor der Tür. Erstere wollte vor Weihnachten fertig werden und in ihren verdienten Urlaub und letzteres wollte mit meiner Familie gefeiert werden. Die nächsten schlaflosen Nächte folgten, damit meine Korrektorin jeden Morgen weitere fertiggestellte Kapitel im Posteingang hatte und gleich wieder loslegen konnte. Am Ende haben wir es mit Ach und Krach und vielen Überstunden tatsächlich noch geschafft, dass das Manuskript am 22.12. fertig korrigiert bei mir auf dem Tisch lag.

Buchsatz

Über die Weihnachtstage habe ich die Änderungen dann in den späten Abendstunden eingebaut, sodass erneut wenig an Schlaf zu denken war. Außerdem habe ich es grob für den Buchsatz vorbereitet, damit meine Setzerin möglichst wenig Arbeit hat. Das klang allerdings nur in der Theorie gut, dann in der Praxis gestaltete sich das alles komplizierter. Der Textblock ansich war bereits aus dem Lektorat in einem Schmutzsatz gekommen, sodass es nach den Vorarbeiten hauptsächlich noch um die Graphiken ging. Diese allerdings erwiesen sich als sehr hartnäckig und wollten so gar nicht tun, was man von ihnen verlangte. Jedes Mal, wenn man eine kleine Anpassung machte, explodierte das Skript förmlich und die arme Sylvia musste wieder von vorne anfangen.
Trotzdem stand schließlich ein toller Buchsatz für das Print, der euch hoffentlich auch gefällt.

Das Cover

Das Cover war bei diesem Projekt tatsächlich ein Fels in der Brandung. Die liebe Marie Graßhoff hat es gestaltet und einfach genau meinen Geschmack getroffen. Sie hat superprofessionell gearbeitet, jedes Detail auf Vordermann gebracht und war immer megaschnell, wenn es noch was zum Anpassen gab. Ich hatte nur ganz grobe Elemente für das Cover und wenig Vorstellung, doch Marie weiß einfach, was sie tut. Gleich im ersten Anlauf hat sie ein Cover gezaubert, das mich umgehauen hat und bereit für den Feinschliff war. – Vielen Dank dafür.

Die Spannung steigt

Der Druck

Hier muss ich sagen, dass der Kontakt mit Booksfactory mich wirklich positiv überrascht hat. Nette Telefonate, Anfragen wurden super schnell beantwortet und wenn etwas nicht stimmte, gab es genaue Änderungsanweisungen. Jetzt ist das Print in der Druckschleife und bald schon kann ich es euch endlich zeigen.

Wie geht es weiter?

Bevor das Buch am 13.2. auf den Markt kommt, darf ich euch am 27.1. endlich mein Cover zeigen und eine tolle Vorbestelleraktion habe ich auch noch für euch in petto. Außerdem wird es auf meiner Facebookseite von 27.1 bis 13.2. jeden Tag tolle Infos, Schnipsel und ähnliches rund ums Buch geben. Schließlich sollt ihr ja auch ein bisschen neugierig werden.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Einblick in die letzten Monate gefallen und ihr seid ein bisschen neugieriger geworden. Worüber möchtet ihr gerne mehr erfahren? Welche Fragen habt ihr an mich? Ich bin gespannt und freu mich auf euer Feeback.

Eure Noctana

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