[Rezension] Emma Wagner – Winter, Liebe und ein Wiesel

Emma Wagner - Winter, Liebe und ein Wiesel

 

Titel: Winter, Liebe und ein Wiesel
Autor: Emma Wagner
Genre: Liebesroman
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 480
ISBN: 9781973417637
Preis: 13,90€

 

Inhalt in Kürze:

Juliane oder kurz “Juli” wachsen die Dinge langsam über den Kopf. Sie ist alleinerziehende Mutter einer 5-jährigen und lebt zusammen mit ihrer Mutter und Großtante Clara in Claras Haus, in dem sie ebenfalls ein Antiquariat führen. Leider läuft das Geschäft nicht gut und die Rechnungen stapeln sich auf ihrem Schreibtisch. Sie ist nämlich auch noch die einzige, die in dem Haushalt halbwegs den Durchblick hat und Verantwortung übernimmt. Die einzige Chance aus dem Schuldensumpf zu entkommen wäre eine Beförderung in der Möbelfirma, in der sie gerade angefangen hat. Aber ihre herrische Vorgesetzte macht ihr das Leben zur Hölle. Wäre das nicht genug, läuft Juli seit kurzem immer wieder dem gutaussehenden, aber ebenso arrogante Leo über den Weg. Ihr Kopf meint, dass sie sich von ihm fernhalten soll, aber ihr Herz ist da ganz anderer Meinung. Das absolute Chaos ist vorprogrammiert. Wird Juli es schaffen, ihr Leben wieder hinzubiegen oder wird ihr irgendwann alles zuviel?

Charaktere:

Juli trägt mit ihren 23 Jahren nicht nur die Verantwortung für ihre Tochter, sondern ist so ziemlich für alles bei sich zu Hause zuständig. Ihre Mutter zu Arztterminen fahren, den Überblick über die Rechnungen behalten und das Haus halbwegs in Schuss halten. Weder von ihrer Mutter noch von ihrer Großtante oder ihren Schwestern erhält sie große Hilfe. Sie ist sozusagen das Mädchen für alles und das auch auf ihrer Arbeit. Juli zeichnet hervorragend und will liebend gern Designerin werden. Aber ihr herrische und selbstverliebte Chefin hält sie klein und schikaniert sie tagtäglich. Trotzdem bleibt Juli stark und gibt immer ihr Bestes, weil sie ihrer Tochter Leni ein gutes Leben ermöglichen will. Das heißt auch, dass sie eine Vaterfigur haben soll, aber bis jetzt ist noch nicht der richtige Mann in Julis Leben getreten. Man kann ihre Ängste und Unsicherheit nachvollziehen, auch wenn sie manchmal wirklich anstrengend ist. Doch am Ende kann man Juli nur bewundern.

Leo hingegen ist ein selbstbewusster, gut aussehender Kerl, dem die Frauenherzen nur so zufliegen. Unter der rauhen Schale befindet sich ein weicher Kern und seine Vergangenheit ist wirklich interessant. Mehr will ich jetzt auch nicht schreiben, weil ich sonst zuviel verrate.

Es gibt auch unzählige Nebencharaktere, die ich ins Herz geschlossen habe. Unter anderem natürlich die kleine und quirlige Leni, aber auch Tante Clara die zwar etwas verrückt erscheint, aber in den richtigen Momenten auch sehr weise sein kann.

Handlung:

Das Buch hat mich ziemlich lange wach gehalten, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Die Handlung ist wirklich eine Achterbahnfahrt und Emma Wagner ist bei diesem Buch anscheinend zur Sadistin geworden, denn sie hat ihrer Protagonistin ein äußerst hartes Schicksal auferlegt. Ich hatte richtig Mitleid mit ihr, aber manchmal ist das Leben einfach zum Weglaufen. Umso schöner ist es, dass es mit ihr im Laufe der Geschichte langsam wieder bergauf geht und ich muss sagen ich habe mich enorm gefreut, als einige Charaktere das bekommen haben, was ihnen zusteht. (Ja, das meine ich im negativen Sinn. Bin ich deshalb schadenfroh?)

Die Sache mit Leo fängt jedenfalls katastrophal und mit unzähligen Missverständnissen an und wird im Laufe des Buches nur nach und nach besser. Juli steht sich leider ziemlich oft selbst im Weg, aber sie ist schon so oft verletzt worden, dass ich verstehen kann, dass sie eine große Schutzmauer um sich herum aufgebaut hat. Es könnte so einfach sein und ich schüttelte mehr als einmal den Kopf über die ganze Situation. Es ist realistisch, es ist gut durchdacht, aber dieses ewige Hin und Her kann einen auf die Palme bringen. Allerdings dient es auch als Mittel um den Leser ans Buch zu fesseln und Emma Wagner hat die richtige Mischung gefunden. Man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht und die Seiten schwinden, man ist in der Handlung und will wissen wie es ausgeht.

Fazit:

Winter, Liebe und ein Wiesel ist ein absoluter Page-Turner von dem man nicht mehr wegkommt. Wer Liebesromane mag bzw. wem andere Werke von Emma Wagner gefallen haben kann auch hier unbesorgt zugreifen. Von mir gibt es jedenfalls

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