[Film] The Ring

Film - The Ring

Hallo,

am Wochenende haben wir uns erneut an einen Horrorklassiker aus dem Jahr 2002 gewagt, vor dem ich lange zurückgeschreckt bin. Nämlich „The Ring“, der als einer der schlimmsten Horrorfilme gilt. „The Ring“ ist eine Neuverfilmung des japanischen Films „Ring – Das Original“ aus dem Jahr 1998, welcher wiederum eine Verfilmung eines Romans von Kōji Suzuki ist. Japanische Horrorfilme sind ja eine Sache für sich, deshalb war ich schon ein wenig angespannt, als Noctana den Film gestartet hat. Nach der Schlussszene war ich allerdings irgendwie überrascht, da ich mir nicht erklären konnte, was an dem Film nun so schlimm gewesen sein soll.

Inhalt in Kürze:

Okay, gleich am Anfang wird der Zuschauer mit dem Video konfrontiert, das jeden umbringt, der es gesehen hat. Die Leichen sehen auch nicht besonders schick aus, sondern ziemlich deformiert und mit einem Gesichtsausdruck als wäre ihnen der Leibhaftige selbst begegnet. Wahrscheinlich hatten sie im Moment ihres Todes auch genau dieses Gefühl. Jedenfalls greift die Reporterin Rachel (Naomi Watts) die Geschichte auf und beginnt zu ermitteln. Dabei sieht sie sich selbst den Film an, der allerdings nur eine Aneinanderreihung zusammenhangloser Bilder zeigt. Nachdem das Video zu Ende ist, klingelt Rachels Telefon und die Stimme eines kleinen Mädchens sagt ihr, dass sie noch 7 Tage hat. Rachel holt ihren Ex-Freund Noah (Martin Henderson) mit ins Boot, der ihr zunächst natürlich nicht glaubt, aber nachdem er das Video auch gesehen und einige unerklärliche und beunruhigende Dinge erlebt hat, glaubt er ihr. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach dem Geheimnis hinter dem Video und stoßen auf eine Familientragödie.

Kritik:

Ich habe mir die ganze Sache irgendwie schlimmer vorgestellt und genau das ist auch der Witz an der Sache. Ich steigerte mich zu sehr hinein und hatte Angst vor etwas, das gar nicht da war. Als ich mich dann überwunden und den Film schließlich angesehen hatte, wunderte ich mich, warum ich mich so verhalten hatte. Irgendwie ein schönes Beispiel für Vorurteile und grundlose Angst. Wie auch immer, ich habe mit deutlich mehr Schockmomenten und unerwarteten Überraschungen gerechnet. Aber vielleicht ist genau das der Hintergedanke. Eine Erwartungshaltung aufbauen, die Spannung hochhalten und die Zuschauer an die nervliche Grenze bringen, da sie immer auf den Schockmoment vorbereitet sein wollen. Blöd ist es dann nur, wenn man Zuschauer wie mich hat, die sich nicht in den Film hineinsteigern, sondern ihn einfach interessiert ansehen, nur um ihn gesehen zu haben. Wie sagte Noctana so schön: „Jetzt hast du diese Bildungslücke auch geschlossen“ – Sie selbst hat den Film seit seinem Erscheinen bereits mehrfach gesehen. Ganz interessant fand ich jedoch das Ende, da ich damit nicht wirklich gerechnet habe. Da hat sich der Autor etwas Tolles einfallen lassen und man hat auch die Zweideutigkeit des Titels verstanden.

Fazit:

„The Ring“ ist ein Horrorfilm, der die Nerven bzw. die Psyche der Zuschauer beansprucht. Das Spannungslevel ist enorm hoch und man erwartet immer, dass irgendetwas passiert. Ich fand ihn ganz nett, aber wahrscheinlich war meine Erwartungshaltung so hoch, dass ich nur enttäuscht werden konnte. Von mir gibt es für diesen Horrorklassiker jedenfalls

One Response to [Film] The Ring

  1. Melanie sagt:

    Ja, die Erwartungshaltung spielt einem manchmal schöne Streiche. So ging es mir damals mit Avatar. Mega Hype drumherum und ich war enttäuscht. :-)
    Ring fand ich damals ganz toll, konnte die halbe Nacht nicht schlafen. Den zweiten Teil fand ich dann auch eher mau.
    Liebe Grüße

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