[Rezension] Jasmin Jülicher – Stadt der Tiefe

Der Hüter - Stadt der Tiefe

Titel: Stadt der Tiefe
Reihe: Der Hüter (Band 1)
Autor: Jasmin Jülicher
Genre: Steampunk / Fantasy
Seiten: 328
ISBN: 9783961114856
Preis: 12,90€

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch das Buch “Der Hüter – Stadt der Tiefe” vorstellen. Jasmin Jülicher, die Autorin dieses Buches hat uns vor einiger Zeit eine ganz liebe E-Mail geschickt und uns gefragt ob wir nicht ihr Buch rezensieren wollen. Sie fand nämlich unseren Blog mit den ganzen Drachen und verschiedenen Hintergründen richtig toll. Natürlich könnten wir da nicht so einfach nein sagen, zumal wir direkt ins Plaudern gekommen sind und die Autorin einfach super nett und sympathisch war. Dass der Klappentext sowie der Genremix sich auch noch klasse anhörten, war dann einfach noch das i-Tüpfelchen. Es ist eine Art Steampunk – Fantasy. Natürlich haben wir zugesagt. Jetzt habe ich das Buch endlich beendet und kann euch darüber berichten.

Handlung in Kürze:

Ein gewaltiger Krieg zwingt die Menschen zur Flucht in die Tiefen des Meeres. Biota, die Stadt auf dem Grund eines Ozeans scheint für die Bewohner eine sichere Heimat zu sein. Die Oberen haben nämlich dafür gesorgt, dass beim Einzug in die Stadt alle gewalttätigen Tendenzen zusammen mit den Erinnerungen, aus den Köpfen der Menschen gelöscht wurden.

Als Jahre später jedoch eine grausam entstellte Leiche auftauchte, beginnen der oberste Hüter Alexander und die Wissenschaftlerin Nic zu ermitteln. Schnell erkennen sie, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint und das Biota längst nicht die sichere Zuflucht ist, wie die Oberen den Menschen weiß machen wollen.

Cover:

Das Cover ist wirklich stimmig und passt hervorragend zum Buch. Es zeigt ein Zimmer mit Blick auf die Unterwasserstadt Biota. Der Raum scheint einen Wissenschaftler zu gehören, denn man sieht ein Mikroskop, aber auch ein blutiges Skalpell auf den Tisch liegen. Es sieht recht düster aus und nachdem ich das Buch beendet hatte, überzeugt mich das Cover noch mehr  .

Charaktere:

Bei den Charakteren hat die Autorin wirklich ganz Arbeit geleistet. Da die Geschichte in der Zeit der industriellen Revolution spielt, wurden einige berühmte Wissenschaftler eingebaut, welche den Bau von Biota erst ermöglicht haben. Es ist wirklich spannend immer wieder auf ihre Namen zu stoßen und wie die Autorin sie in die Geschichte integriert hat.

Der Protagonist Alexander ist ein sympathischer junger Mann, der mit der Situation, in der er sich wiederfindet, vollkommen überfordert ist. Aber er arbeitet an sich, gibt nie auf und versucht immer sein bestes zu geben. Ziemlich oft muss er mit sich selbst ringen, weil er Dinge tun muss, die nicht zu seine Weltanschauung passen, aber trotzdem getan werden müssen. Seine Entwicklung hat mir gut gefallen, auch wenn er mir in einer Szene etwas zu naiv reagiert hat und damit ein Konflikt geschaffen wurde, den es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.

Nic ist eine Wissenschaftlerin und damit äußerst privilegiert. Allerdings macht sie sich nicht viel aus ihrer Sonderstellung, sondern will einfach nur forschen und den Menschen helfen. Sie weiß um die Geheimnisse um Biota, weiß aber auch, welches Risiko sie eingeht wenn sie zu viel ausplaudert. Sie ist mir ebenfalls sympathisch und trotzdem gibt es einige offene Fragen, die mich interessieren, denn ganz kann ich ihre Motivation nicht nachvollziehen.

Handlung:

Obwohl mich die Idee und auch der Großteil der Geschichte überzeugen konnten, muss ich sagen, dass es manchmal unschöne Längen gab. Alexander hat einfach viel zu lange im Dunkeln getappt und war vollkommen machtlos. Ich hatte nichts dagegen, dass er Hilfe bekommen hat, aber hätte sich Nic auch nur einmal anders entschieden, hätte er nichts mehr tun können. Er war vollkommen von ihr abhängig und ist eigentlich nur planlos durchs Buch gestolpert. Außerdem waren für meinen Geschmack einige Dinge viel zu einfach und deshalb etwas unglaubwürdig. Aber ich will hier nicht spoilern. Ansonsten war die Handlung wirklich gut und konnte mich am Ende noch einige Male überraschen.

Fazit:

Wer Steampunk und/oder Krimis mag, wird mit „Stadt der Tiefe“ seine Freude haben. Es tauchen einige bekannte Namen der Weltgeschichte auf und es gab auch ein paar Überraschungen. Es hat mich gut Unterhalten, konnte mich aber doch nicht vollkommen überzeugen. Deshalb gibt es

Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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