[Märchensommer] Märchenrallye mit dem hässlichen Entlein

Märchenrallye
Hallo ihr Lieben

und herzlich Willkommen zu dieser Station der Märchenrallye. Sie ist teil des Märchensommers den die liebe Anne von Poisonpainter für euch organisiert hat. Den Anfang findet ihr übrigens direkt hier. Wobei ich ja glaube, das wisst ihr schon, denn schließlich habt ihr es bis zu mir geschafft und dürfte nun meinen Beitrag lesen. Vorher muss ich auch allerdings darauf hinweisen, dass der Inhalt als Werbung zu kennzeichnen ist, schließlich erwähne ich Buchtitel und verlinke zu Autorenseiten, die kommerzielle Absichten haben.

Das bei mir gerade das hässliche Entlein Station macht, ist sicher nicht weiter verwunderlich, denn schließlich habe ich es ja in meinem Debütroman adaptiert. Dabei habe ich mich jedoch vorallem auf die Komponente Mobbing konzentriert. Für mich enthält das Märchen allerdings noch eine weitere wichtige Botschaft: Urteile niemals über jemanden, den du nicht kennst, nur weil du ihn siehst. Menschen sind so viel mehr als ihre Hülle und diese sagt nichts über sie aus. Eines der bekanntesten Zitat aus „Der kleine Prinz“ ist

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupéry

Doch wie viele Menschen schauen heute noch genauer hin. Es geht um Schönheitsideale, um Vorstellungen von Kleidungsstil und Verhalten. Alles wird genormt und vereinheitlicht. Wer anders ist oder aus der Reihe tanzt, wird schräg angeschaut. Und warum? Weil wir zu bequem sind, über unseren Tellerrand zu schauen. Weil wir zu beschäftigt sind, um einem Menschen mehr zu widmen als einen kurzen Blick. Weil wir so größenwahnsinnig sind und glauben, dass wir von einem Menschen anhand seines Körpergewichts oder seiner Kleidung sagen können, wer er ist. Aber wisst ihr was? Das ist absoluter Blödsinn. Einfach nur vermessen, oberflächlich und arrogant.

Wusstest du, dass nicht jeder dicke Mensch verfressen ist? Manche haben z.B. Stoffwechselkrankheiten oder sind von Medikamenten aufgequollen!
Wusstest du, dass nicht jeder dünne Mensch magersüchtig ist? Manche haben Krankheiten oder einfach nur wunderbare Gene, die ihnen erlauben zu essen, was sie mögen und dabei nicht zuzunehmen!
Wusstest du, dass nicht jeder Ritzer ein Borderliner ist? Das Krankheitsbild ist sehr viel komplexer und Ritzen kann auch andere Gründe haben!
Wusstest du, dass psychischkranke Menschen nicht wertlos sind für unsere Gesellschaft? Sie haben nur einen anderen Blick auf die Dinge und spezielle Bedürfnisse bei ihrem Arbeitsumfeld, aber das haben Allergiker auch… und niemand schickt einen Asthmatiker ins Bergwerk, um ihm dann zu sagen, dass er da nicht zu gebrauchen ist!
Wusstest du, dass Gothics, Punks, Hippies, Muslima, Nonnen und Co. auch nur Menschen sind, die ganz eigene Persönlichkeiten und Ansichten haben – hinter ihrer Kleidung? Ein Mensch ist mehr als seine Religion, sein Lebensstil und seine Kleidung, denn hinter jedem Shirt, jeder knallbunten Frisur und jedem Schleier steckt ein Kopf voller Gedanken, Erlebnissen und Erfahrungen!

Doch wie oft werden in unserer Gesellschaft die Menschen vorverurteilt, weil sie eben nicht in das Raster passen. Menschen beginnen sich selbst über ihr Gewicht, ihre Kleidung und ihr Aussehen zu definieren. Sie verlieren sich dabei selbst, verlieren ihre Liebe zu sich selbst. Wie sollten sie sich diese auch erhalten, wenn doch offensichtlich alles an ihnen schlecht ist? Sie suchen die Bestätigung an den falschen Stellen, sie verändern sich für andere, aber nicht für sich selbst und sind am Ende weder zufriedener noch wirklich weitergekommen.

Und auch darum geht es in meiner Adaption des hässlichen Entleins. Ich beginne das Buch mit folgender Widmung:

Für alle Entlein, die den Schwan in sich noch nicht sehen können

Es geht eben darum, dass man sich selbst liebt und akzeptiert, wie man ist. Jeder ist gut so, wie er ist. Egal was andere sagen oder denken. Auch wenn man sich selbst oft schwer damit tut das zu erkennen. In jedem von uns steckt ein Schwan. Traut euch also einfach einer zu sein. Blüht auf, zeigt was in euch steckt und ignoriert die anderen. Sucht euren Rat bei den Menschen, die den Schwan in euch sehen und euch helfen. Niemand braucht Leute, die einen ausbremsen, fertig machen, runterziehen und kleinhalten wollen. Streckt eure Flügel aus, seid glücklich und fliegt. Das ist meine Botschaft für heute an euch.

Außerdem habe ich natürlich noch einen Buchstaben für euch und wenn ihr die Frage darunter richtig beantwortet, dann könnt ihr direkt weiterfliegen und findet zum nächsten spannenden Beitrag. Machts gut ihr Lieben und vergesst niemals: Wir sind alle Schwäne!

Märchenrallye

Märchenhafte Frage:

Zu was entwickelt sich das hässliche Entlein am Schluss?

In eine Ente – dann geht es bei Anne weiter
In einen Schwan – folge dem Link zu Caro
In eine Gans – dann auf zu Julia

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