[Challenge] Einmal Zwerg Nase und zurück

Zwerg Nase
Hallo ihr lieben Zwerge,

habt ihr euch schon mit eurer Verwandlung zu Zwerge Nase abgefunden oder würdet ihr doch lieber wieder ihr selbst werden wollen? Wenn euch das Zwergendasein gefällt, braucht ihr nichts weiter zu tun, als euch zurückzulehnen und den Beitrag genießen. Solltet ihr aber doch zu eurem alten Selbst zurückkehren wollen, habt ihr heute eine weitere Gelegenheit dazu, euch zu entscheiden. Es ist auch gar nicht so schwer, oder vielleicht doch? Denkt immer dran, eure Entscheidungen sind es, die darüber entscheiden. Welche Entscheidung heute auf euch zukommt? Das erfahrt ihr nach einer kleinen Geschichte.

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Lea wischte sich wieder einmal mit dem Handrücken über ihre feuchten Augen und legte das Buch aus der Hand. „Träume voller Schatten“ war keine Geschichte, die man mal eben lesen konnte und dann vergass. Gerade mit ihrer eigenen Vorgeschichte. Sie hätte es nicht für möglich gehalten, doch die Worte setzten ihr zu, lockten ihre eigenen schlimmen Erinnerungen hervor.Gerade erst war sie über ein Zitat gestolpert, welches ein so wildes Gedankenkarussell bei ihr auslöste, dass sie eine Pause benötigte um sich zu sortieren.

Zwerg Nase
Sie konnte ihn ja so gut verstehen. So oft hatte sie selbst Albträume. Albträume, in denen schlimme Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit wieder lebendig wurden. Träume, die dunkle Schatten auch über ihr waches Leben warfen und denen es immer wieder gelang, die Sonne daraus zu verdrängen, obwohl es bereits so lange her war. Manche Dinge vergisst man nie, man verdrängt sie nur. Und so ging es auch Lea. Die schlimmen Sachen, die ihr passiert waren, versteckte sie tagsüber in den hintersten Schubladen ihrer Gedanken. Ganz fest verschlossen und stets gut bewacht, damit euch kein Gedanke entfliehen konnte. Doch dann kamen die Nächte. Sie und auch der Wächter über diese Schublade schliefen ein. Diese Gelegenheit nutzen die Erinnerungen gnadenlos aus, sprengten die Schublade immer wieder auf, entflohen und begannen ihr grausiges Werk. Sie malten Lea Bilder in die Träume, die ein genaues Abbild all der Geschehnisse waren, die sie so sehr quälten. Immer wieder erlebte sie die Angst, die Übergriffe, jede seiner widerlichen Berührungen, konnte seinen Schweiß wieder riechen und den abgestandenen Rauch auf seinen Lippen schmecken. Sie war gefangen in diesem immer wiederkehrenden Horrorszenario, bis sie laut schreiend aufwachte und die Bilder verblassten.

Doch auch das wache Leben brachte ihr längst keine Freude mehr. Je öfter die Träume wiederkamen, desto mehr Angst blieb jeden Morgen übrig und begleitete sie in den Tag. Am Anfang hatte sie es herunterspielen können. Es war nur ein schwaches Unwohlsein in der Magengegend gewesen. Ein diffuses Gefühl, dem sie Herr werden konnte. Doch mit jedem Tag und jeder Nacht wuchs es. Bald schon traute sie sich nicht mehr nachts auf die Straße. Jeder Schatten wurde zu ihm. Zur unmittelbaren Bedrohung. In jeder dunklen Einfahrt schien er zu lauern. Mit ihren Freunden auszugehen war für Lea unmöglich. Und das erste Stück ihres Lebens wurde schwarz.

Doch die Zeit verging weiter und bald schon blieb Lea nur noch in ihrer Wohnung. Sobald sie die Straße betrat, ergriff sie Panik. Kein Mann auf der Welt erschien ihr mehr vertrauenswürdig. Jede Menschenansammlung – und diese begannen jetzt schon bei 2 Leuten außer ihr – war eine pure Bedrohung, Supermärkte nur ein Platz, um sie auszuspionieren und sie zu verfolgen. Wenn jemand mehr als ein paar Meter den gleichen Weg hatte wie Lea, begann sie zu rennen, rannte minutenlang kreuz und quer durch die Straßen, um ihren Heimweg zu verschleiern, damit ihr Verfolger nicht zu ihrer Wohnung fand. Sie bestellte ihr Essen nur noch online und der Postbote bekam eine Abstellerlaubnis, damit sie selbst ihm nicht mehr öffnen musste. Ihre Freunde waren nur noch eine blasse Erinnerung aus besseren Zeiten.  Zuerst hatten sie sich noch bemüht, doch Lea konnte nicht über ihre Erlebnisse reden oder ihnen ihre Ängste erzählen. Zu groß war die Angst, dass man ihr nicht glaubte, dass man sie auslachte oder ihre Angst gegen sie verwendete. Und so wurde Leas Leben nach und nach immer schwärzer. Nur die Bücher, die sie las, waren kleine Lichtflecken in ihrer sonst völlig dunklen Welt.

Bücher wie eben „Träume voller Schatten“, welches sie gerade in der Hand hielt und das ihr auf so sonderbare Art Trost spendete. Sie fühlte sich nicht mehr so allein. Auch sie war ein Zwerg Nase, wenn auch auf andere Art, und nur noch ein hässlicher Schatten ihrer Selbst. Ob es der Junge aus der Geschichte schaffen würde, wieder er selbst zu werden? Sie wusste es nicht. Aber eines wusste sie nun: Sie durfte nicht aufgeben und ihren Peiniger gewinnen lassen. Sie musste kämpfen und die Lea wiederfinden, die sie einst gewesen war.

Nun ihr lieben Zwerge,
Entscheidungen für andere fällen ist ja angeblich immer so viel leichter. Was sollte Lea denn nun als nächstes tun eurer Meinung nach? Denkt dran, jede Entscheidung spielt eine Rolle bei eurer eigenen Rückverwandlung, also beratet Lea weise.

1) Lea sollte das Buch zu Ende lesen und schauen, ob sie aus der Geschichte Hilfe und Mut für ihre weiteren Entscheidungen ziehen kann.

2) Lea sollte in den Supermarkt gehen und sich endlich mal wieder all das gönnen, auf das sie lange verzichten musste, weil es online nicht verfügbar ist. Dann wird auch ihre Stimmung wieder besser.

3) Lea sollte jemanden aus ihrem alten Freundeskreis anrufen und sich ihr/ihm anvertrauen, trotz aller Bedenken. Zu zweit kann man besser einen Plan schmieden und hat auch noch gleich Hilfe an seiner Seite.

Eure Aufgabe:

– kommentiert mit eurer Wahl 1,2, oder 3; wenn ihr mögt begründet es noch.
– für jeden von euch, der hier kommentiert, gibt es ein Los für den Lostopf bei Christina Löw (Facebooklink)
– die Teilnahme für den Loserhalt ist bis zum 8.7. um 23 Uhr möglich
– folgt den weiteren Stationen unserer gemeinsamen Reise (siehe Bild, am Sonntag geht es bei Leseengels Buchblog weiter)
– erfahrt am 8.7. durch die Punktevergabe pro ausgewählter Antwort, ob ihr es geschafft habt, euch zurück zu verwandeln oder nicht
– die Leerung des Lostopfes/Auslosen der Gewinne erfolgt am 09.07. und ist unabhängig von eurem Reiseergebnis
– für die detaillierten Teilnahmebedingungen und den Gewinnmöglichkeiten schaut bitte bei der Autorin Christina Löw, die dieses Gewinnspiel veranstaltet.

Die Gewinne:

Preise:
1. Preis: 1 Print „Träume voller Schatten“ + Schweinchen + Lesezeichen/Postkarten etc.
2. Preis: 1 eBook „Träume voller Schatten“ + Schweinchen + Lesezeichen/Postkarten etc.
3. Preis: Schweinchen + Lesezeichen/Postkarten etc.

Staffelung:
– Hauptpreis-Lostopf nur bei Teilnahme an allen Stationen
– 2. Preis bei mind. 2 Drittel der Stationen
– 3. Preis bei mind. Hälfte der Stationen

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Rückverwandlung und würde mich über Feedback zu meiner kleinen Geschichte freuen.

Liebe Grüße
Noctana

8 Responses to [Challenge] Einmal Zwerg Nase und zurück

  1. Sabrina Siebert sagt:

    Ui da hast du aber was geschrieben! Heftig aber sehr gut! Ich würde 3 wählen, 1 ist auch gut aber reicht vielleicht nicht. Wenn Lea noch einen Freund hat er zu ihr steht und den Mut hat diesen schweren Weg mit ihr zu gehen, dann kann sie aus der Dunkelheit heraus finden!Ich finde es generell wichtig, sich in einer solchen Situation Hilfe zu holen, auch wenn es gerade da sehr schwer ist sich anderen zu öffnen! Drücke dir die Daumen Lea!

  2. Tanja sagt:

    Danke für den Beitrag.

    Ich entscheide mich für Antwort 1 . Auch könnenden weiterhelfen.

    Bisherige Teilnahme als Tanjas buchgarten

  3. Steffi Averbeck sagt:

    Ich sage Nummer 3, denn mit einem Freund an ihrer Seite, ist es dann auch einfacher in einen Supermarkt zu gehen. Auch wenn Nummer 3 natürlich auch Überwindung kosten würde…

  4. Nihal Aylis sagt:

    Ich sage 1. Sie sollte das Buch zu Ende lesen. Wer weiß wie es ausgeht.

  5. Jenny Siebentaler sagt:

    ich weis nicht so recht…3 finde ich interessant-un dann würde ich die 1 auch wählen wollen….. ;-) LG jenny

  6. Jenny Siebentaler sagt:

    :-)

  7. Mel Amanyar sagt:

    Ich wähle 1. Wenn man nicht reden kann sollte man zumindest versuchen andere Wege für sich zu finden.

  8. Sarah Trimagie sagt:

    Ich wähle die 3 – zusammen geht alles einfacher.

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