[Rezension] Alexander Huberth – Bauernhochzeit

Alexander Huberth - Bauernhochzeit

Titel: Bauernhochzeit
Reihe: Leo und Samson ermitteln (Band 1)
Autor:  Alexander Huberth
Verlag: Selfpublisher
Genre: Krimi
Seiten:  303
ISBN: 9781517775896
Preis:  9,99€ (TB) // 2,99€ (eBook)

Inhalt in Kürze:

Der erfolglose Privatdetektiv Leo wird zu einer Hochzeit in sein altes Heimatdorf eingeladen. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Johann und Samson, dem irischen Wolfshund seiner Sekretärin, den er übers Wochenende zur Pflege hat, macht er sich auf den Weg in den Schwarzwald. Während die Feierlichkeiten im vollen Gange sind, verschwindet Leo zusammen mit Samson und Johanns kleiner Schwester Maria zu einem kleinen Waldspaziergang. Das ist auch ihr großes Glück, denn kurz darauf gerät alles außer Kontrolle. Eine Bande bewaffneter Männer stürmt den Saal, nimmt die Gesellschaft als Geiseln und will Geld vom wohlhabenden Brautvater erpressen. Dieser ist jedoch nirgends zu finden. Wird die Sache eskalieren, oder schaffen es Leo, Samson und Marie die Situation zu retten?

Cover:

Auf dem Cover ist ein Hochsitz mitten im Wald mit einem blutverschmierten Brautkleid daran. Es ist ein bisschen unspektakulär und passt zwar hervorragend zum Schwarzwälder Setting, aber für die Geschichte ist der Hochsitz nicht relevant. Das einzige was mir nicht wirklich gefällt, ist die Schriftart des Titels. Für einen Geschmack ist der etwas zu wuchtig.

Charaktere:

Leo ist ein ehemaliger Polizist, der sich nach einem unerwarteten Geldsegen als Privatdetektiv selbstständig gemacht hat. Leider war ihm das Glück ab da nicht mehr wirklich hold, denn das Geld war schneller weg, als er schauen konnte und auch die Auftragslage sieht nicht wirklich rosig aus. Ab und zu passt er auf Samson, den irischen Wolfshund seiner Sekretärin, auf. Ansonsten ist er oft sehr sarkastisch und hält nicht allzu viel von Regeln, sondern ist oft sehr pragmatisch.

Johann ist der beste Freund von Leo und Polizeihauptkommissar. Er verlässt das Haus nie ohne Anzug, weshalb er von seinem Kumpel öfter aufgezogen wird. Im Gegensatz zu Leo ist er sehr gewissenhaft und hält sich penibelst an den Dienstweg. Trotzdem sollte man ihn nicht unterschätzen. Er ist durchtrainiert, ziemlich groß und intelligent. Eine gewinnbringende Kombination.

Marie ist die jüngere Schwester von Johann und weder auf den Mund gefallen noch in irgendeiner Form zimperlich. Sie hat ein Jurastudium angefangen und war deshalb auch schon mehrmals in der Gerichtsmedizin. Außerdem weiß sie um ihre weiblichen Reize und scheut sich nicht davor sie auch einzusetzen. Zusammen mit Leo und Samson versucht sie von außen, etwas gegen die Geiselnahme zu unternehmen.

Handlung:

Die Handlung wird aus der Sicht verschiedener Personen wiedergeben, wobei manchmal zwischen der ersten und dritten Person gesprungen wird. Das kann man mögen, aber ich fand es etwas störend. Meiner Meinung nach sollte man sich schon auf eine Perspektive festlegen. Obwohl die Geiselnahme etwas überraschend kam, konnte mich die Handlung leider nicht wirklich fesseln. Alles wirkte irgendwie überzogen und war leider nicht wirklich ernstzunehmen. Auch die vermeintlichen Witze bzw. ironischen Aussagen haben nicht immer den gewünschten Effekt erzielt, sodass es zwar ganz nett zu lesen war, aber mich nicht vollends überzeugen konnte.

Dasselbe gilt leider auch für die einzelnen Charaktere.  Weder die Protagonisten noch die Antagonisten konnten wirklich meine Sympathie gewinnen, sondern blieben die ganze Zeit irgendwie blass. Der einzige der mir wirklich gefallen hat und aus der Menge hervorgestochen ist, war Samson, der irische Wolfshund, der interessanterweise auch immer eine äußerst wichtige Rolle in den Schlüsselszenen eingenommen hat. Also läuft ein Hund allen menschlichen Charakteren den Rang ab. Was das wohl über das Buch aussagt?

Fazit:

„Bauernhochzeit“ ist ein netter Krimi für Zwischendurch, besonders wenn man ein Fan von Hunden ist. Leider konnte mich gerade die menschlichen Charaktere und die Handlung nicht wirklich überzeugen und deshalb gibt es auch nur

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