[Rezension] Mira Valentin – Die Legende von Enyador

Mira Valentin - Die Legende von Enyador

Titel: Die Legende von Enyador
Reihe: Enyador (Band 1)
Autor:  Mira Valentin
Verlag: Selfpublisher
Genre: Fantasy
Seiten:  384
ISBN: 9783743117600
Preis:  12,99€ (TB) // 3,99€ (eBook)

Inhalt in Kürze:

Seit Jahrhunderten kämpfen Elben, Dämonen und Drachen um die Vorherrschaft von Enyador. Während sich die Dämonen mit den Drachen verbündet haben, wurden die Menschen von den Elben unterworfen. Sobald der Erstgeborene einer Familie das 17. Lebensjahr erreicht hat, wird dieser für den Kriegsdienst rekrutiert. Viele Familien nehmen deshalb Waisenjungen auf, um ihre eigenen Kinder zu schützen. Einer dieser Waisen ist Tristan, der sich aber mit seinem Schicksal nicht abfinden will und immensen Widerstand leistet. Trotz drakonischer Strafen begehrt er immer weiter auf und löst dadurch eine ungeahnte Verkettung von Ereignissen aus, die auf die Erfüllung einer uralten Prophezeiung hinweisen.

Cover:

Das Cover sieht aus wie ein grünes Steinrelief, welches in die Wand eines Bauwerks gemeißelt wurde. In der Mitte sieht man eine Szene aus dem Buch. Einen Drache, der über einen See fliegt. Der Autorenname sowie der Titel sind passend integriert, sodass es in sich stimmig ist und dazu einlädt sich das Buch genauer anzusehen. Mir gefällt das Cover ausgesprochen gut. Vor allem die unzähligen kleinen Details, die man bei genauerer Betrachtung finden kann.

Charaktere:

Insgesamt gibt es 5 Protagonisten in diesem Buch, aber ich werde nur 3 vorstellen, da ich euch ansonsten zu viel verrate. Von den unzähligen Nebencharakteren will ich gar nicht erst anfangen, denn das würde den Rahmen absolut sprengen. Die Autorin hat es geschafft die Figuren so unterschiedlich zu gestalten, das für mich keine einzige austauschbar war. Die Geschichte hat sich angefühlt wie ein großes Puzzle und jeder Charakter war ein Teil des großen Ganzen. Aber nun zu den drei Protagonisten, die interessanterweise schon seit Kindertagen zusammenleben.

Tristan ist ein Waisenjunge, der von einer Familie aus der kleinen Stadt Burksmeade aufgezogen wurde, um ihn, anstelle ihres Erstgeborenen, den Elben zu überlassen. Mit siebzehn wird er rekrutiert und mit vielen anderen Jungen in ein Elbenfeldlager verschleppt, um dort für den Kampf gegen Dämonen und Drachen ausgebildet zu werden. Tristan ist enorm willensstark und versucht immer den Schwächeren zu helfen, auch wenn er dafür drakonische Strafen erdulden muss. Für ihn ist es einfacher Schmerzen auszuhalten, als ansehen zu müssen wie seine Freunde leiden.

Agnes ist die Tochter der Familie, die Tristan aufgezogen hat. Als ihr Bruder Kay der Hexerei beschuldigt wird, nimmt sie die Schuld auf sich und wird von den Elben, zusammen mit Tristan und anderen jungen Männern aus ihrem Dorf verschleppt. Da sie keine Hexe ist, hofft sie, dass ihr die Elben nichts antun werden, auch wenn ihr schnell bewusst wird, dass diese Hoffnung vergebens ist. Dennoch bereut sie ihre Entscheidung nicht, denn sie liebt ihren Bruder und da er tatsächlich magisch begabt ist, hätten ihn die Elben auf alle Fälle getötet.

Kay ist der Erstgeborene der Familie und magisch begabt. Als Tristan und Agnes verschleppt werden, hält ihn auch nichts mehr zu Hause. Er verachtet seine Eltern, dass sie sowohl Tristan, als auch Agnes geopfert haben, nur damit er nicht in die Fänge der Elben gerät. Auch wenn sie mit der Schuld leben können, er kann es nicht und so macht er sich auf den Weg die beiden zu retten.

Handlung:

Die Handlung zieht einen von Anfang an in den Bann. Spannend, rasant, stellenweise brutal, mit einigen überraschenden Wendungen und ab und zu auch einer Prise Humor.  Alles was das Leserherz begehrt. Das Buch ist wirklich ein Pageturner und ich war sehr schnell durch. Trotzdem muss ich, vor allem als Drachenliebhaber, anmerken, dass ich mit der Darstellung der Drachen nicht wirklich zufrieden bin. Aber gut, jedes Volk braucht seine Schwäche und da die Drachen eigentlich nur Gestaltwandler sind, kann ich mir einreden, dass die Willensschwäche vom menschlichen Teil kommt. Wenn man den Einfluss der Drachen mit dem der Dämonen getauscht hätte, wäre ich zufriedener gewesen. Zumindest in diesem Band. Wer weiß, vielleicht ändert sich in den folgenden Büchern noch so einiges. Ich werde mich überraschen lassen.

Ein anderer Kritikpunkt ist die Altersempfehlung. In der Handlung gibt es jede Menge nackte Haut und auch wenn es keine expliziten Beschreibungen gibt, halte ich 12 Jahre noch für zu jung. 14 oder 15 wäre meiner Meinung nach angemessener, aber das nur am Rande. Ob man soviel Haut braucht ist Geschmackssache. Ich brauche es eigentlich nicht, aber da es dadurch auch zu keinen Längen bekommen ist, war es auch nicht störend.

Fazit:

Eine fulminanter Auftakt zu einer neuen spannenden Tetralogie. Enyador ist eine lebendige Welt, voller Wunder und interessanter Charaktere. Die Handlung ist rasant, aber teilweise auch brutal und ziemlich freizügig. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem steht ein phantastischer Lesegenuss bevor. Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich aber nicht die volle Punktzahl geben, also gibt von mir

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