[Rezension] Stefanie Friedl – Luchstränen

Stefanie Friedl - Luchstränen

Titel: Luchstränen
Autor: Stefanie Friedl
Genre: Phantasy
Seiten: 280
ISBN: 9783746025049
Preis: 9,99 TB / 2,99 eBoo

Inhalt in Kürze:

Miranda ist eine Luchswanderlin, also ein Mensch, der sich in ein Tier verwandeln kann. Sie ist aber nicht eine einfache Wandlerin, sondern die Tochter des Alphatieres. Ihr Rudel wird jedoch angegriffen und ausgelöscht. Miranda und ihre Schwester Anna werden als einzige Überlebenden gefangen genommen. Sie wissen nicht, was die Feinde mit ihnen vorhaben oder warum das Rudel überhaupt angegriffen wurde. Die Antworten kommen jedoch schneller, als ihnen lieb ist, und mit Schrecken müssen sie feststellen, dass ein uralter Feind der Gestaltwandler aus seinem Gefängnis ausgebrochen war und auf Vergeltung aus ist. Werden sie überleben?

Charaktere:

Miranda ist die erstgeborene Tochter des Alphatieres und dazu bestimmt, eines Tages das Rudel anzuführen. Sie wurde von ihrem Vater lange und hart trainiert, um sie auf diese Aufgabe vorzubereiten. Manchmal hasst sie ihn, aber sie ist auch sehr stolz auf ihre Herkunft. Miranda hat viele Wesenszüge ihrer anderen Gestalt. Stolz und anmutig, aber auch stur und hitzköpfig. Das spiegelt sich auch darin wider, dass sie sich nicht immer an alle Regeln hält. Eigentlich ist es verboten, seinem Tier die vollkommene Kontrolle zu überlassen, da die Gefahr besteht, seine Menschlichkeit zu verlieren. Aber Miranda und ihre Luchsin sind ein eingeschworenen Team und verlassen sich vollkommen aufeinander. Zusammen sind sie unschlagbar

Anna ist die jüngere Schwester von Miranda und hasst es eine Wandlerin zu sein. Als junges Mädchen hat sie nämlich die Kontrolle über ihre Verwandlung verloren und eine Freundin verletzt. Seitdem unterdrückt sie ihr Wesen, was aber öfter zu Schwierigkeiten führt, da ihre Luchsin nicht immer eingesperrt sein will. Anna ist sehr empathisch und äußerst hilfsbereit. 

Michael ist ein Katzenwandler und Mitglied des Rudels, welches Mirandas Rudel angeriffen hat. Er ist das eigentliche Alphatier, hat die Position jedoch zu Gunsten seines jüngeren  Bruders abgegeben. Allerdings wusste er nichts von dem Angriff und ist außer sich vor Wut, als er davon erfährt. Niemals hätte er gedacht, dass sein Bruder auf die schiefe Bahn gerät und tut nun alles dafür, um es wieder gutzumachen

Handlung:

Die Idee an sich war wirklich gut, allerdings hätten dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet. Manchmal wirkte es nämlich sehr gehetzt und mir wurden zu viele Konflikte mit der Erklärung gelöst, dass es als Gestaltwandler anders ist als bei Menschen. Da hätte man noch mehr machen können. Was mir an dem Buch gefallen hat, war die unfreiwillige Komik in den ersten Seiten. Ich weiß nicht, ob es von der Autorin so gewollt war – ich denke eher nicht –, aber einige Momente sind einfach so skurril, dass ich loslachen musste. Zuviel schwarzer Humor? Möglicherweise. Was mich allerdings enorm gestört hat, war Michaels Naivität während seines ersten Auftauchens. Das passte überhaupt nicht zu seinem ansonsten bedachten und vorsichtigen Charakter.. Aber zum Glück war es nur ein einmaliger Schnitzer.

Ansonsten war das Buch wirklich unterhaltsam, hatte eine tolle Spannungskurve und blieb bis zum Ende teilweise unvorhersehbar.

Stil

Ich gehöre sicherlich nicht zu den Sprachgenies des deutschsprachigen Raumes, aber selbst mir sind einige holprige Formulierungen aufgefallen. Auch wenn es eine Neuauflage ist, sollte man hier und da noch  ein wenig nacharbeiten.

Fazit:

Die Idee von Luchstränen hat mir sehr gut gefallen und die Umsetzung zum größten Teil auch. Nach einem etwas holprigen Start mit ungewollter Komik hat es mich im letzten Drittel dann vollkommen in seinen Bann gezogen. Es benötigt noch etwas Feinschliff, aber trotzdem gibts dafür

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