[Rezension] Ava Reed – Die Stille meiner Worte

Ava Reed - Die stille meiner Worte

Titel: Die Stille meiner Worte
Autor: Ava Reed
Verlag: Ueberreuter
Genre: Jugendroman
Seiten: 320
ISBN: 9783841505941
Preis: 12,00€ (TB)

Inhalt in Kürze:

Hannah trägt eine unglaubliche Schuld mit sich. Den Tod ihrer geliebten Zwillingsschwester Izzy. Diese Last sie so groß, dass sie nicht mehr sprechen kann und eigentlich nur noch die Gesellschaft ihres Katers Mo sucht. Vollkommen überfordert schicken sie ihre Eltern in ein Sommercamp, welches vom Internat St. Anna organisiert wird. St. Anna ist ein Internat für Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen, das auch Hannah nach Beendigung des Sommercamps besuchen soll. Im Sommercamp trifft sie auf den jungen Levi, der ihr sowas wie ein Fünkchen Hoffnung schenken kann. 

Charaktere:

Hannah war eigentlich eine selbstbewusste und lebenslustige junge Frau. Sie spielte gerne Klavier und sang auch dazu. Aber seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester ist sie in sich gekehrt und hadert mit ihrem Leben. Sie ist noch nicht bereit, ihre andere Hälfte loszulassen und schreibt fast täglich Briefe an Izzy. Ihren Eltern geht sie aus dem Weg und da sie nach dem Unglück umgezogen sind, hat sie auch keine anderen sozialen Kontakte. Nur ihr Kater Mo ist ihr geblieben. Ins Sommercamp geht sie nur widerwillig, da es ihrer Meinung nach sowieso nichts bringt, aber mit der Zeit taut sie immer weiter auf und findet auch neue Freunde.

Levi ist neunzehn und besucht schon seit sechs Jahren das St. Anna. Das Sommercamp mit Hannah ist das Letzte, an dem er teilnehmen darf, anschließend muss er das Internat verlassen und auf eigenen Beinen stehen. Auch er hat eine bewegte Vergangenheit und einige Probleme, die ihm das Leben schwer machen. Aber sollte der Kummer zu groß werden, schnappt er sich seine Gitarre und lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Eigentlich will er zu den anderen Teilnehmer des Sommercamps eine gewisse Distanz wahren und keinen zu nah an sich heranlassen. Aber Hannah ist etwas Besonderes, vor allem da er zum Teil sich selbst in ihr sieht.

Handlung:

Die Handlung von Die Stille meinter Worte ist jetzt nicht enorm komplex, aber das muss sie auch nicht sein. Das Hauptthema ist natürlich Trauerbewältigung und sich selbst verzeihen zu können. Ein bisschen Liebe ist auch dabei und rundet sie ganze Sache etwas ab. Auch wenn die Geschichte recht gefühlvoll erzählt wird, bezweifle ich doch, dass es im realen Leben so einfach ist. Gut, als Teenager können mit der ersten Liebe schon Berge versetzt werden, trotzdem wird es wohl in den meisten Fällen sowohl mehr Zeit, als auch mehr Therapie erfordern. 

Insgesamt hat sich Hannah eher selbst therapiert oder maximal mit der Hilfe von Levi und es wurde auch des Öfteren erwähnt, dass sie Glück hatten. Ihre Aktionen hätten auch ordentlich schiefgehen können. Dass es die Eltern vor St. Anna nicht erstmal mit einem Psychologen versucht haben, ist wohl auch nur damit erklärbar, dass es nicht zur Geschichte gepasst hat. Ebenso das Verhalten der Mitarbeiter von St. Anna. Sie waren mir doch ein bisschen zu vertrauensselig und naiv.

Die Geschichte an sich war wirklich kurzweilig erzählt und hatte große Gefühle sowie schöne Momente. Aber gerade so schwierige Themen sind immer mit Vorsicht zu genießen

Fazit:

Für mich war Die Stille meinter Worte ein nettes Buch für zwischendurch. Eine leichte Liebesgeschichte mit schwieriger Hintergrundthematik. Hat mir prinzipiell ganz gut gefallen, aber das Verhalten der Erwachsenen, vor allem der Mitarbeiter von St. Anna war mir doch etwas zu gestellt und der Handlung angepasst. Trotzdem gibt’s von mir


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