[Rezension] Patrick Vogt – Engel fliegen einsam

Patrick Vogt - Engel fliegen einsam

Titel: Engel fliegen einsam
Autor:  Patrick Vogt
Verlag: Independently published
Genre: Krimi
Seiten:  234
ISBN: 9781520437859
Preis:  7,99€ (TB) // 2,99€ (eBook)

Inhalt in Kürze:

Gary Knight ist Mitglied der DEA und ermittelt gegen den Besitzer einer großen Mietwagenfirma. Dieser steht nämlich im Verdacht, eine Drogenküche für Crystal Meth zu betreiben und New York damit zu überschwemmen. Doch egal wie sehr er und sein Team sich auch bemühen, mehr als ein paar Indizien können sie nicht zusammentragen. Als Gary nach einer erneut erfolglosen Observation mit seiner Frau Mia ausgehen will, wird ihr Auto gerammt. Mia ist sofort tot und der Unfallfahrer ist ein Junkie, der Gary während der Observatione aufgefallen ist. Nicht an einen Zufall glaubend beginnt Gary einen persönlichen Rachefeldzug und will die Verbrecher selbst zur Strecke bringen.

Charaktere:

Gary Knight ist ein gewöhnlicher Mitarbeiter der DEA. Er liebt seinen Job, auch wenn er ihn nicht für immer machen möchte und ist eigentlich ganz glücklich mit seinem Leben. Sein Glück zerbricht mit dem Tod seiner Frau. Hass, Wut, Trauer und ab und zu billiger Fusel sind nun seine Begleiter. Dennoch verliert er sich nicht vollkommen, denn um seine Ziel zu erreichen, muss er einen klaren Kopf behalten. Gary ist sympathischer Protagonist, dessen Handlungen relativ klar und nachvollziehbar sind,  auch wenn ihm manche Dinge zu einfach gelingen.

Lou ist ebenfalls ein Mitarbeiter der DEA und Gary bester Freund. Allerdings arbeitet er nicht als Ermittler sondern als Parkwächter. Um die unzähligen einsamen Stunden zu überstehen, greift er öfters zu Süßkram und ist deswegen nicht mehr ganz so fit. Außerdem steht er auch kurz vor der Rente und will mit seiner Frau in die Berge ziehen. Obwohl der Altersunterschied recht groß ist, geht er mit Gray durch dick und dünn. Sie sind ein gutes Team und für die eine oder andere Überraschung gut.

Handlung:

Obwohl das Buch als Thriller bezeichnet wird, ist es meiner Meinung nach maximal ein Krimi. Gut, eine Szene ist etwas heftiger, aber das wird durch den Rest des Buches wieder ausgeglichen. Für einen Thriller fehlte mir definitiv die Spannung bzw. das Gefühl, dass der Protagonist wirklich in Gefahr ist. Die Handlung plätschert einfach vor sich hin und hätte man das Ende etwas umgeschrieben, wäre daraus ein Buch über einen Polizisten, der um seine ermordete Frau trauert, geworden. So ein Verlust ist absolut schmerzhaft und doch nimmt mir die Trauer und die Verarbeitung des Geschehenen eindeutig zu viel Platz ein. Dass er thematisiert wird, ist eine tolle Sache, denn es macht diesen Teil der Handlung realistischer, dafür hat aber der Krimianteil zu sehr gelitten. Manche Dinge fallen Gary viel zu einfach in den Schoß und eine Handlung des Antagonisten ist leider nur damit erklärbar, dass irgendwie noch etwas Spannung erzeugt werden soll. Leider nicht ganz was ich mir gewünscht habe.

Fazit:

Engel fliegen einsam ist leider kein Thriller und auch nur ein mittelmäßiger Krimi, der mit nicht von sich überzeugen konnte. Der Schreibstil war allerdings flüssig und mal ist recht schnell durchgekommen


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