[Film] Robin Hood

Film - Robin Hood (2010)

Titel: Robin Hood
Produzent: Ridley Scott, Brian Grazer, Russell Crowe
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Abenteuerfilm
Darsteller: Russell Crowe, Cate Blanchett, Mark Strong u.a
FSK: ab 12 Jahren

Inhalt in Kürze:

Robin Hood (Russell Crowe) kehrt mit drei Freunden vom Kreuzzug, in dem König Richard Löwenherz umgekommen ist, nach England zurück. Dort begibt er sich nach Nottingham, da er dem sterbenden Ritter Sir Robert Loxley geschworen hat, dass er dessen Schwert zu seinem Vater zurückbringen würde.

In Nottingham angekommen, erfüllt Robin seine Pflicht, wird aber vom Vater Sir Walter Loxley gebeten, den Platz seines Sohnes einzunehmen, da Roberts Frau Maryann (Cate Blanchett), nach dem Tod von Walter den Hof verlieren würde. Nach kurzem Zögern willigt Robin ein, da er sowieso eine neue Heimat sucht.

In der Zwischenzeit wird der Bruder von König Richard zum König gekrönt. John ist allerdings ein tyrannischer Herrscher, der die Steuern noch weiter erhöhen will, um die Staatskasse wieder zu füllen. Dabei zieht er den Unmut des Landadels auf sich, der sich nicht weiter von ihm schröpfen lassen will.

Weiter angestachelt wird dieser Zwist vom verräterischen Ritter Sir Godfrey (Mark Strong), der insgeheim für den französischen König Philipp arbeitet. Godfrey überfällt mit 200 französischen Männern, die als Soldaten von König John verkleidet sind, die Burgen und Dörfer des Landadels.

England befindet sich am Rand eines Bürgerkrieges und König Philipp will sich diesen zu nutze machen, um in das Land einzufallen und es zu unterwerfen. Wird sein Plan aufgehen, oder schafft man es die drohende Gefahr abzuwenden?

Kritik:

Dieser Film ist eher eine Vorgeschichte zur eigentlichen Legende von Robin Hood und seinem Kampf gegen den Sheriff von Nottingham und den tyrannischen König John. 

Allerdings waren 140 Minuten viel zu lang für die Handlung, denn vor allem der Anfang hat sich enorm gezogen. Dieser war auch noch verwirrend und es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Charaktere richtig zuordnen konnte

Außerdem fehlte mir irgendwie die Motivation von Little John Robin zu folgen und treu ergeben zu sein. Gut, sie kämpften zusammen im Kreuzzug, aber sie waren alles andere als Freunde. Nach dem Tod von König Richard sind sie zwar gemeinsam geflohen, aber mir hat einfach ein Szene zwischen den Beiden gefehlt. Bei Little John fehlte mir sowieso sie nötige Screentime sowie Charakterisierung. Es hatte eher den Anschein, als wäre er irgendein austauschbarer Statist, was ich ziemlich schade fand.

Allgemein hatte sich das Gefühl, dass der Drehbuchautor nicht ganz wusste, was er mit den Charakteren der Vorlage anstellen soll. So ist Robin zwar ein recht guter Bogenschütze, aber wirklich in Szene gesetzt wurden seine Schießkünste nur selten. Auch Bruder Tuck blieb ziemlich blass und wirkte leider austauschbar.

Was mir allerdings gut gefallen hat, war die Intrige von Godfrey und der ganze Streit zwischen König John und seinen Adligen. Das gab es Film ein wenig Auftrieb, aber es fühlte sich insgesamt einfach nicht an wie Robin Hood, oder nur sehr, sehr selten.

Die Endschlacht war zumindest bildgewaltig, aber auch wieder viel zu gehetzt und zu schnell vorbei. Alles in allem keine Meisterleistung, aber zum Berieseln lassen und Popcornessen reicht es.

Fazit:

Zum Großteil austauschbare Charaktere, das fehlende Flair und ab und an ein paar Plotholes lassen diesen Robin Hood, leider in keinem guten Licht dastehen. Man kann ihn sich ansehen, wenn man nichts anderes findet, aber man verpasst  auch nichts, sollte man sich dagegen entscheiden. Von mir gibt’s 


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