[Film]-Klaus

Klaus - Netflix

Titel: Klaus
Produzent: Netflix
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Weihnachtsfilm
FSK: 6

Inhalt in Kürze:

Jesper ist der Sohn den höchsten Beamten im Postdienst. Aber er ist faul, verwöhnt und der schlechteste Absolvent der Postakademie. Irgendwann reißt seinem Vater der Geduldsfaden und Jesper wird auf eine kleine Insel, weit im Norden, strafversetzt. Bis zum Ende des Jahres soll er es schaffen, dass die Bewohner 6.000 Briefe schreiben und verschicken. Keine leichte Aufgabe, denn auf der Insel gibt es nur zwei verfeindete Clans und Briefe werden dort schon lange keine mehr geschrieben. Wird Jesper sein Ziel erreichen?

Kritik:

Klaus ist der von Netflix produzierte Weihnachtsfilm aus dem Jahr 2019 und leider hat er uns nicht wirklich gefallen. Das Positive an dem Film ist die äußerst interessante Idee, denn die Geschichte des Mannes, der letztendlich zum Weihnachtsmann wird, ist mal etwas ganz Neues. Das hat uns wirklich gut gefallen, aber leider war es das auch schon, denn die Umsetzung der Geschichte hat mehrere Schwächen.

Wenn man sich von dem Film einfach nur berieseln lässt, dann ist Klaus sicher ein netter Film für zwischendurch. Bei genauerem Nachdenken merkt man aber schnell, dass viel Potenzial verschwendet wurde.

Schwächen:

Die Clans liegen schon jahrhundertelang im Krieg und als die Kinder nachfragen warum, konnten es die Erwachsenen selbst nicht beantworten. Ihre einzige Antwort war, es wäre Tradition. Leider wurde das Thema nicht weiter verfolgt und das Erkennen, dass dieser Konflikt eigentlich sinnfrei ist, nicht gezeigt. Die Kinder haben einfach miteinander gespielt und die Erwachsenen haben diesen Umstand plötzlich akzeptiert. Zehn Minuten zuvor, war das aber noch ein absolutes Verbrechen.

Auch wird der Konflikt nicht wirklich gelöst. Zwar akzeptieren sich die Clans am Ende aufgrund diverser Umstände mehr oder weniger, aber eine richtige Aussöhnung gibt es leider nicht.

Außerdem verfolgen alle Charaktere ihre eigenen Ziele und sind ziemlich egoistisch:

  • Jesper arbeitet nur darauf hin, endlich von der Insel zu kommen, auch wenn sich das im Laufe des Films ändert.
  • Die Kinder gehen nur zur Schule oder schreiben Briefe, weil sie sich davon Spielzeug erwarten. Gut, welches Kind würde das nicht machen, aber da es die Eltern anscheinend nicht interessiert, würde ohne die “Bestechungen” von Klaus, wieder alles so werden wie früher.
  • Selbst Klaus, ist mehr oder weniger eigensinnig, da er mit seinen Taten einen schweren Verlust verarbeitet und sich dadurch besser fühlt. Wirklich selbstlos ist leider niemand davon.

Das Ende selbst war uns zu kitschig und die Zeichnungen haben uns auch nicht gefallen, da alle Figuren viel zu kantig waren, aber das ist Geschmackssache.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass die Altersfreigabe zu niedrig ist. Vor allem die erste Hälfte des Films ist äußerst düster und auch die Figur des Weihnachtsmannes ist im ersten Moment eher furchterregend. Eine Altersfreigabe von mindestens 8 Jahren wäre sicherlich angemessener.

Fazit:

Auf den ersten Blick ist Klaus netter Film von dem man sich berieseln lassen kann, aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann fallen einem doch sehr viele Schwächen auf. So wirklich in Weihnachtsstimmung konnte er uns leider auch nicht versetzen, was für uns aber ein Hauptkriterium darstellt. Deshalb ist Klaus bei uns leider durchgefallen und es gibt nur

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