[Rezension] Uwe Eckardt – Drachenstimme

Uwe Eckardt - Drachenstimme

Titel: Drachenstimme
Reihe: Die Savanten (Band 2)
Autor: Uwe Eckardt
Genre: Fantasy
Seiten: 384
ISBN: 9789463860512
Preis: 15,49€ (TB) / 2,99€ (eBook)

Inhalt in Kürze:

Nachdem Tra’Mek besiegt ist suchen die Savanten und die Besatzung der Drachenhaut weiter nach den Yangri um sich mit ihnen zu verbünden. Aber in deren ehemaligen Hauptstadt werden sie unerwartet von einer Armee Mayatan angegriffen. Das Luftschiff stürzt ab und die Savanten werden voneinander getrennt. Können sie in der gefährlichen Umgebung, in der es nur so von Feinden wimmelt, überleben oder findet ihre Reise hier ein Ende

Charaktere:

Wie schon im ersten Buch schafft es der Autor interessante Charaktere zu erschaffen. Leider bleiben die Charaktere weiterhin ziemlich farblos, was ich absolut schade fand.

Nachdem Finn im ersten Band eine zentrale Rolle spielte, fehlt er in Drachenstimme einen Großteil der Handlung. Wahrscheinlich wurde er rausgeschrieben, weil er mit seiner Magie eindeutig zu mächtig ist. Seine rasante Weiterentwicklung geht mir zu schnell, denn er hat seine Kräfte noch nicht mal ein Jahr, könnte es aber wahrscheinlich schon mit den Mächtigsten seiner Zunft aufnehmen. 

Von Sascha erfahren wir ein wenig über ihre Kindheit. Das gibt dem Charakter zwar ein wenig Tiefe, aber viel mehr als die Rolle der kaltschnäuzigen Kampfmaschine nimmt sie immer nocht nicht ein. Gut, da sie nun ein Vampir ist, kann sie nicht mehr in die Sonne treten, da sie sonst zu Asche zerfällt, dafür ist sie Nachts beinahe unbezwingbar. Außerdem hätte es mir gefallen wenn sie mit ihrem Dasein als Vampir mehr Probleme gehabt hätte. Aber sie kommt damit hervorragend klar und hat sogar ihren Blutdurst hervorragend unter Kontrolle

Ken nimmt zwar eine größere Rolle ein, aber auch von ihm erfahren wir nicht wirklich mehr, als im ersten Band. Seine Beweggründe bleiben im Dunkeln und er akzeptiert einfach alles, was von ihm verlangt wird, ohne die Dinge großartig zu hinterfragen. Zumindest bekommt es der Leser nicht aktiv mit.

Emma und Riku werden noch weiter in die Statistenrolle gedrängt, während Schey ihren Platz  einnimmt. Sie ist die geborene Anführerin und gibt auch in hoffnungslosen Situationen niemals auf. Sie liebt Finn abgöttisch und würde alles für ihn tun. Manchmal kommt es zwar  ein bisschen übertrieben vor, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Handlung:

In diesem Buch werden die Savanten in 4 Gruppen aufgeteilt und der Großteil des Buches befasst sich damit was die einzelnen Gruppen erleben und wie sie wieder zusammen finden. Leider werden die Sichten nicht abwechselnd geschrieben, sondern nacheinander. So erlebt man dieselben 2-3 Tage immer wieder. 

Ansonsten ist der Spannungsbogen wieder ohne große Schwankungen und fast immer konstant hoch. Zusammen mit der rasanten Handlung entwickelt sich auch Drachenstimme zu einem absoluten Pageturner. Ein paar ruhigere Momente hätten sicherlich nicht geschadet. Sozusagen die Ruhe vor dem Sturm. So habe ich mich irgendwann an die immer gleichbleibende Spannung gewöhnt und die vermeintlich intensiven Momente konnten sich nicht richtig entfalten.

Das hat sich vor allem in einer Szene gezeigt, die absolut dramatisch sein sollte, mich aber absolut kalt gelassen hat. Das fand ich leider sehr schade, denn es ist enorm viel Potenzial da

Fazit:

Wie schon im ersten Band ist die Spannung in Drachenstimme enorm hoch und die Handlung wirklich rasant. Die Welt ist weiterhin kreativ und die Figuren interessant konzipiert. Leider fehlt es diesen Charakteren an Tiefe und wirklichen Stärken und Schwächen. Außerdem schaffen es die vermeintlich dramatischsten Momente leider nicht ihre volle Wirkung zu entfalten. Dieses Buch ist nicht wirklich besser als der erste Band, aber sicherlich auch nicht schlechter. Dafür gibt’s von mir

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