Große Halle

P.C. und Kristin Cast – Gezeichnet

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Titel: Gezeichnet

Autoren: P.C. & Kirstin Cast

Reihe: House of Night, Band 1

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsjahr: 2009

Seiten: 463

Genre: Vampyrroman

 

Zoey ist ein ganz durchschnittliches, amrikanisches Mädchen bis sie eines Tages in der Schule von einem Späher der Vampyre gezeichnet wird. Sie weiss, jeder der gezeichnet wurde muss sich umgehend ins House of Night, dass Internat für Jungvympyre begeben, wenn er eine Chance haben will, die nun stattfindende Wandlung von Mensch zu Vampyr zu überleben. Als ihre gottesfürchtigen Eltern dies nicht erlauben wollen, türmt sie zu ihrer Großmutter, um diese um Rat und Beistand zu fragen, denn Zoey hat fürchterliche Angst. Doch als sie ausrutscht und sich am Kopf verletzt, hat sie eine Vision mit der Göttin der Nacht, Nyx, die ihr eine besondere Aufgabe gibt. Als sie erwacht, hat ihr Großmutter Zoey bereits ins House of Night geschafft und der Obhut der Hohepriesterin Neferet übergeben. Das neue Leben hat für Zoey viele Überraschungen vorgesehen und schnell findet sie auch neue Freunde. Doch nicht jeder ist ihr gewogen. Aphrodite und die Vereinigung „Töchter der Dunkelheit“ versuchen ihr das Leben zur Hölle zu machen, denn für sie stellt der Neuling, der man auf den ersten Blick schon ansieht, dass sie außergewöhnlich ist, eine Bedrohung dar. Schon bald kommt es zu einem ersten Kräfte messen zwischen Zoey und Aphrodite. Ob es Zoey gelingen kann sich gegen die viele erfahrenere Jungvampyrin durchzusetzen.

 

Ein Wort: Genial! Ich habe das Buch verschlungen. Es hält den Leser in Atem und man taucht ab in eine Welt, die so phantastisch ist, dass sie weit weg scheint und doch eigentlich mitten unter uns existiert, so dass man ständig das Gefühl hat Zoey und ihre Freunde könnten gleich um die Ecke kommen. Das Ende ist auch halbwegs zufriedenstellend. Man sieht zwar die nächsten Herausforderungen schon auf die Protagonistin zukommen, aber doch ist es für den Augenblick abgeschlossen und soweit geklärt, dass man damit leben kann. Auch wenn man sich natürlich schon auf den nächsten Band freut. Von mir gibts ganz klare

5 von 5 Punkten

dafür und ihr werdet sicher noch öfter meine Meinung zu Büchern aus der Reihe hören müssen.

Norbert Gstrein – Selbstportrait mit einer Toten

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Titel: Seltbstportrait mit einer Toten

Autor: Norbert Gstrein

Verlag: suhrkamp taschenbuch

Seiten: 110

Erscheinungsjahr: 2000

 

Die Namen der Protagonisten in diesem Buch nie bekannt. Die Handlung ist aus der Sicht der Frau des Hauptprotagonisten geschrieben. Sie ist Ärztin und ihr Mann ein Schriftsteller, auf dem Weg in den vollkommenen Wahnsinn. Eigentlich ist es dieses wahnsinnig werden ihres Mannes, dass man über 5 Tage hinweg beobachten kann. Wie er sich immer mehr in die Verleihung eines Literaturpreises an die seiner Meinung nach falsche Autorin hineinsteigert, seine eigene Einladung habe nur dazu gedient ihn zum Gespött zu machen usw. Seine Frau hatte in ihrer Klinik derweil eine Tote, welche aus dem Fenster gesprungen war und woran ihr die Schuld zugeschrieben wird. Doch seine Ausbrüche lassen keine Zeit für ihre Probleme.

 

Ich fand das Buch schrecklichst. Der kürzeste Satz des Buches war eine halbe Seite lang, allerdings waren auch Sätze mit mehr als einer Seite nicht selten, so dass man sagen kann die Gesamtzahl der Sätze hat die der Seiten nicht wesentlich überstiegen. Durch diese langen Sätze war es nicht nur schwierig zu lesen, man verlor auch leicht die Übersicht. Die Ausbrüche des Protagonisten waren immer gleichund haben sich inhaltlich endlos wiederholt. Man kann zwar gut verfolgen, wie jemand sich in etwas reinsteigert und dadurch zunehmend in Wahnsinn verfällt, allerdings ist die Erzählperspektive denkbar schlecht gewählt. Ein „Ich-Erzählerin“, nämlich die Frau des Protagonisten, welche der Sache trotz allem irgendwie merkwürdig distanziert gegenüber steht und wenig Emotionen oder Gedanken einfließen lässt, sondern eher fast einfach nur erzählt, was ihr Mann so redet und tut. Von mir bekommt das Buch

0 von 5 Sterne.

Valentina Berger – Der Augenschneider

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Titel: Der Augenschneider

Autor: Valentina Berger (Pseudonym. Richtiger Name: Berta Berger)

Verlag: Piper

Genre: Psychothriller

Erscheinungsjahr: 2010

Seitenzahl: 288

 

In Wien treibt ein grausamer Mörder sein Unwesen. er schneidet seinen Opfern bei lebendigem Leibe die Augen raus, verstümmelt die Frauen und wenn sie das Bewusstsein verlieren erwürgt er sie endlich. Der Gerichtsmediziner Heinz Martin ist mit der Obduktion der Leichen betraut. Als sich herausstellt, dass es zwei Kolleginnen seiner Schwester waren und auch Emilia spurlos verschwindet, ruft er seinen Freund den Kommisar Helmut Wagner an, welcher gerade im Inbegriff ist nach Innsbruck umzuziehen und bittet ihn darum, diesen letzten Fall noch mit ihm aufzuklären, aber vorallem seine Schwester heil aus dieser Lage zu befreien.  Die Beiden starten einen Weltlauf mit der Zeit. Ob sie es schaffen können oder ob am Ende doch der psychisch schwergeschädigte Killer die Oberhand behält?

Die Geschichte an sich klingt leider besser als das Buch tatsächlich ist. Die Idee ist eine wirklich gute und teilweise auch grandiös umgesetzt, allerdings gibt es 6 verschiedene Personen aus deren Sicht die Geschichte im Wechsel erzählt wird und die alle auch selbst noch eine recht komplizierte private Nebengeschichte haben, die immer  mal wieder aufgegriffen wird und wertvolle Seiten des Buches einnimmt. Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven flaut der Spannungsbogen ständig ab und wird durch die vielen Nebenhandlungen teilweise ganz auf 0 gebracht. Für meinen Geschmack einfach ein bisschen zuviel in einem Buch. Die Hälfte der Perspektiven und Nebengeschichten hätte es auch getan, das hätte auch den Spannungsbogen wesentlich verbessert und ihn stabiler gemacht. Da ich aber von den Grundentwürfen der Charaktere, was ihre Geschichten und Persönlichkeiten und auch die Grundzüge der Handlung richtig gut fand, bekommt das Buch dennoch

3 von 5 Sterne

Wolfgang und Heike Hohlbein – Die Bedrohung

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Titel: Die Bedrohung

Autoren: Wolfgang & Heike Hohlbein

Verlag: Arena

Genre: Phantasy

Erscheinungsjahr: 1994

Seiten: 600

Eigentlich war Anders ein ganz normaler Junge aus einer Bauernfamilie, die in einem Tal, welches die Bewohner weitestgehend von der Außenwelt abschirmte. Doch als eines Tages der Welpe der Familie in den verbotenen Hain läuft, beginnt sein Leben sich zu verändern. Das die Legenden des Tals nicht nur Legenden sind, begreift er als er auf einmal einem riesigen, braupelzigem Ungeheuer mit riesigen Zähnen und fürchterlichen Klauen gegenüber steht. Doch das Schlimmste an diesem Monster ist, dass seine Augen so menschlich wirken. Er sucht sein Heil in der Flucht und als er sich in einer Höhle versteckt, triftt er auf die Elbin Madras, die dort ebenfalls Unterschlupf gefunden hat. Zusammen gelingt es ihnen dem Ungeheuer zu entkommen und mit der Zeit freunden sich die Beiden, trotz aller Unterschiede, an. Zunächst scheint wieder Ruhe in das Tal einzukehren, auch wenn das Erscheinen das Monsters für allgemeine Beunruhigung sorgt. Doch dann taucht auf einmal ein Mann auf. Er nennt sich Ger Fray und will sich in dem Tal ansiedeln. Obwohl es keiner ahnt besiegelt sein Einzug in das Tal schlimme Zeiten für alle. Kaum ist er da tauchen immer mehr von den Ungeheuern, welche die Menschen Nästys und die Elben Braune nennen, auf und greifen immer aggressiver die Höfe und die Bewohner an. Die Schuld für das Auftauchen der Nästys soll jedoch den Elben zugeschoben werden und schon bald sieht sich Anders Familie, die sich mit Madras Familie gut versteht, nicht nur von den Nästys sondern auch von den eigenen Leuten ernsthaft bedroht. Ob die Freundschaft der Beiden stark genug ist, die Anfeindungen und die Bedrohung durch die Nästys durchzustehen oder sind sie und das ganze Tal doch dem Tode geweiht?

Das Buch ist hervorragend geschrieben. Ich habe es förmlich verschlungen. Die Geschichte nimmt immer wieder überraschende Wendungen und gerade das Ende ist vollkommen unerwartet. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite gut durchgehalten und man läuft Gefahr, das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen, ehe man es beendet hat. Man hat immer das Gefühl, man steht direkt neben den Charakteren und durch die sehr guten Beschreibungen, kann man sich  stets ein genaues Bild der Orte machen, an denen man sich befindet. Man muss wirklich sagen, das Ehepaar Hohlbein hat wieder einmal alle Ansprüche, die man ein ein gutes Phantasybuch stellt mehr als erfüllt. Daher gibts auch klar

5 von 5 Punkten.

Aleksandra Valeria – 140 Tage Balkan-Tiger und Brusketa

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Titel: 140 Tage Balkan-Tiger und Brusketa

Autor: Aleksandra Valeria

Verlag: epubli

Genre: Liebesgeschichte

Erscheinungsjahr: 2013

Seiten: 228

 

Als Ana in Dubrovnik, Kroatien, geschäftlich etwas zu erledigen hat, trifft sie Darko, einen Bekannten aus Jugendzeiten wieder, der dort mit einem Weingut und einer Bar seinen Lebensunterhalt verdient. Sie verabreden sich zum Abendessen, unterhalten sich und als Ana merkt, dass Darko wohl gefallen an ihr findet, lässt sie den Abschiedsdrink sausen und kehrt ohne Abschied nach Deutschland zurück. Doch dann schreibt sie ihm eine SMS. Sie entschuldigt sich und die Beiden kommen ins Gespräch und ehe sie sich versieht steckt die verheiratete Ana, in einem heißen Flirt mit einem ebenso verheirateten Mann, der zu allem Überfluss noch 1000km von ihrer Heimat München weg wohnt. Lasst euch überraschen, wo sich die Sache hinentwickelt und ob es ein heißer virtueller Flirt bleibt.

 

Ja, die erste Frage ist wohl, warum habe ich das gelesen, dass ist nicht unbedingt mein Genre. Nun es ist der Debütroman der Autorin und ich lese sehr gerne von neuen Autoren einfach einmal zum ausprobieren, auch wenn die Erwartungen nicht immer erfüllt werden. Außerdem habe ich bei einer Verlosung eine signierte Ausgabe des Buchs gewonnen, also musste ich es natürlich auch lesen, so eine Ehre hat man eher selten.

 

Zum Buch selbst. Das Buch an sich hat keine richtige Handlung. 70% des Buches spielen als Abdrucke der SMS und Mails von Darko an Ana und umgekehrt ab. Die restlichen 30% darf man Mäuschen spielen und Anas Gedanken (welche aus der Ich-Perspektive geschrieben werden) folgen. Alles in allem stilistisch etwas gewöhungsbedürftig für jeden Leser der eine gewisse Handlung der Figuren gewöhnt ist.

Inhaltlich war das Buch für mich wirklich harte Kost. Jedem der auf absolute Schnulzen steht kann ich das empfehlen, aber für mich war es nichts. Ich hatte immer das Gefühl es müsste bald aus dem Buch raustriefen vor Leidenschaft und Gefühlsdusselei.

Die Protagonisten waren leider auch nicht ganz mein Fall. Darko der Typ, der allen Fragen und unangenehmen Dingen aus dem Weg geht und sie ignoriert, dafür aber umso machomässiger mit seinen Sprüchen ist, trifft auf Ana, welche sich als selbstbewusste Frau verkauft, in Wahrheit aber eine sehr unsichere Person ist, die nebenbei ihre extrem zickigen Phasen hat und meiner Meinung nach auch unter Stimmungsschwankungen leidet.

 

Für mich persönlich war das Buch leider nichts. Aber ich kann es nur immer wieder sagen, für jemanden der auf triefende Leidenschaft und auf Macho trifft Mäuschen steht, der wird dieses Buch sicherlich lieben.

Weils aber wirklich sehr süß von der Autorin signiert ist und das meine Büchersammlung einfach ungemein aufwertet, bekommt das Buch am Ende dann doch noch

2,5 von 5 Punkten.

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