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[Rezension] Jeffrey Archer – Das Vermächtnis des Vaters

Jeffrey Archer - Das Vermächtnis des Vaters (Clifton Saga Band 2)

Titel: Das Vermächtnis des Vaters
Reihe: Die Clifton Saga (Band 2)
Autor: Jeffrey Archer
Übersetzer: Martin Ruf
Verlag: Heyne
Genre: Roman
Seiten: 480
ISBN: 9783453471351
Preis: 9,99 €

Inhalt in Kürze:

Am Ende des ersten Bandes wurde Harry Clifton, der unter falschem Namen in die USA eingereist ist, von der Polizei verhaftet, da der Mann, dessen Identität er angenommen hat, unter Mordverdacht steht. Obwohl er seinem Pflichtverteidiger beweisen kann, dass er nicht der gesuchte Verbrecher ist, wird er durch ein abgekartetes Spiel als Sündenbock hingestellt und erhält eine 6-jährige Haftstrafe.

Bevor Harry in die USA eingereist ist, hat er dem Schiffsarzt einen Brief an seine Mutter überreicht, in dem er geschrieben hat, dass er nicht gestorben ist. Allerdings hat Maisie diesen nie geöffnet und deshalb auch nicht die Wahrheit erfahren.

Giles, Harrys bester Freund, ist von dessen vermeintlichen Tod so erschüttert, dass er sich für den Krieg rekrutieren lässt und eine Offizierslaufbahn einschlägt. Nach einer brutalen Schlacht gegen Hitlers Afrikakorps gerät er in Gefangenschaft.

Emma, Harrys Geliebte, glaubt nicht an dessen Tod und reist selbst in die USA, um nach Spuren seines Überlebens zu suchen.

Charaktere und Handlung:

Wie auch schon im ersten Band gibt es eine Vielzahl von Charakteren aus deren Augen wir die Geschichte miterleben. Während die Handlung im ersten Teil wie ein Puzzle war, dass sich erst nach und nach mit den einzelnen Charakteren zusammensetzte, ist der zweite Teil mehr oder weniger linear aufgebaut. Das ist aber vor allem dem Umstand zu verschulden, dass sich jeder der Protagonisten an einem anderen Ort befindet und seine eigene Geschichte erzählt.

Wie Harry im Gefängnis landet und sich dort zurechtfindet, oder wie Giles zum Offizier wird und ebenfalls in Gefangenschaft gerät. Hier habe ich allerdings den Kritikpunkt, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es jemanden in Kriegsgefangenschaft unter den Nazis so gut ergehen kann wie Giles. Das war mir irgendwie viel zu einfach und auch ziemlich geschönt.

Das ist aber auch das einzige Manko, das mir aufgefallen ist. Abgesehen von den Cliffhangern, die Herr Archer gerne mal verwendet und exakt an den spannendsten Stellen für zig Seiten einen Szenenwechsel macht und mit einem anderen Charakter fortfährt. Es hält einerseits die Spannung hoch und man will unbedingt weiterlesen, andererseits nervt es mich persönlich, wenn es zu oft geschieht bzw. wenn die Unterbrechung zu lange dauert. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Stil:

Der Stil ist außergewöhnlich, denn man findet sich rasend schnell wieder in die Geschichte ein und bleibt dann gefesselt. Ich habe den ersten Band vor fast 2 Jahren gelesen, aber die Charaktere waren so markant, dass ich sie alle sofort wieder erkannt habe.

Fazit:

„Das Vermächtnis des Vaters“ ist gelungene Fortsetzung zu einem fulminanten Auftakt. Wem der erste Band gefallen hat, kann sich auch den zweiten ohne Bedenken zulegen. Von mir gibt es jedenfalls

[Rezension] Cindi Madsen – Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

Titel: Sie dürfen die Braut jetzt verlassen
Autor: Cindi Madsen
Übersetzer:: Silvia Kinkel
Verlag: Heyne
Genre: Liebeskomödie
Seiten : 368
ISBN: 9783453418851
Preis: 9,99€

Inhalt in Kürze:

Dakota Halifax hat es wirklich nicht einfach. Sie ist die berühmteste Weddingplanerin von Las Vegas. Jede Hochzeit ist bis aufs kleinste Detail geplant, abgesehen von ihrer eigenen. Ihr Verlobter hat sie überredet mit ihr eine Kreuzfahrt zu machen und am Strand von Jamaika zu heiraten. Sie malte sich alles so schön aus und was ist passiert? Er ist nicht aufgetaucht! Am Boden zerstört hadert sie nun nicht nur mit ihrer Berufswahl, sondern zweifelt auch noch an sich selbst. Um alles nur noch komplizierter zu machen, taucht ihr bester Freund aus Jugendtagen auf, während ihr Verlobter versucht ihr alles zu erklären und sie wieder zurückgewinnen will. Kann Dakota ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen lenken?

[Rezension] Courtney Miller Santo – Das Pfirsichhaus

Das Pfirsichhaus - Courtney Miller Santo

Titel: Das Pfirsichhaus
Autor: Courtney Miller Santo
Übersetzer: Anke Kreutzer
Verlag: Heyne
Genre: Roman
Seiten: 464
ISBN: 978-3-453-41850-9
Preis: 9,99€

Inhalt in Kürze:

Die 27-jährige Lizzie steckt in einer ziemlichen Krise. Ihr Traum, ein Teil der olympischen Fußballmannschaft zu sein, ist mit ihrem zweiten Kreuzbandriss in weite Ferne gerückt. Kurz darauf erfährt sie auch noch, dass das Haus ihrer geliebten Großmutter abgerissen werden soll. Natürlich kann sie das nicht einfach so hinnehmen und mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, einige Monate in Memphis zu verbringen und das baufällige Häuschen zu renovieren. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis, sondern müssen auch mit ihren ganz privaten Dämonen fertig werden.

[Neuzugänge] Im April eingezogen sind…

Hallo ihr Lieben,

schon wieder ist ein Monat vorbei und natürlich sind auch diesen Monat bei uns ein paar Bücher und Hörbücher eingezogen. Nach dem Messemonat haben wir es diesmal etwas langsamer angehen lassen. Ein paar Rezensionsexemplare für Beluri kamen an und Noctana war mal am Wühltisch und in der Buchhandlung, aber sonst war eher wenig los.

Bei Beluri eingezogen sind:

Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet von B. A. Paris (Random House Audio)

[Rezension] T.S.Orgel – Der Schatz der Ahnen

T.S. Orgel - Der Schatz der Ahnen

Titel: Der Schatz der Ahnen
Reihe: Orks vs. Zwerge Band 3
Autor: T.S.Orgel
Verlag: Heyne
Genre: Phantasy
Seiten: 624
ISBN: 978-3-453-31610-2

Inhalt in Kürze:

Die gewaltige Schlacht von Derok ist geschlagen, doch der Krieg zwischen den Orks und den Zwergen ist noch nicht vorbei. Allerdings herrscht zur Zeit Waffenruhe, denn beide Seiten sind dabei ihre nächsten Feldzüge zu planen. Während die Zwerge damit beschäftigt sind einen neuen General ihrer Streitkräfte zu wählen, häufen sich die Todesfälle innerhalb der Bergfestung. Alles scheint auf einen Verräter hinzudeuten. Gleichzeitig droht ein uralter Feind aus seinem eisigen Gefägnis befreit zu werden um anschließend die ganze Welt zu vernichten. Sowohl eine Gruppe Orks, als auch eine Gruppe von Zwergen machen sich auf den Weg ans Ende der Welt um im verbotenen Tal die Quelle der Finsternis zu finden. Wer wird siegreich sein? Zwerge? Orks? Oder werden beide Seiten als Verlierer dastehen?

Cover & Titel:

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Das Cover passt hervorragend zum Buch und es zeigt einen Ork und einem Zwerg, die ihre Klingen kreuzen. Da der Hintergrund eine verschneite Berglandschaft ist, könnte es eine Szene des letzten Gefechts darstellen. Auch der Titel ist an sich stimmig und erklärt sich im Laufe der Geschichte.

Charaktere:

Es gibt eine ganze Reihe von Protagonisten, wobei ich erstmal mit den Anführern beiden Gruppen beginne. Das wären Glond und Kendrar. Ein Zwerk und ein Ork, eigentlich Feinde, aber trotzdem haben sie eine ganze Menge gemeinsam. Beide haben eigentlich überhaupt keinen Bock darauf das Kommando zu haben, sondern wollen am liebsten ihre Ruhe haben, aber irgendwie stehen sie am Ende doch wieder an vorderster Front und haben eine ganze Schar hinter sich. Ich habe die beiden ins Herz geschlossen, weil sie einfach so herrlich anders sind. Keine große Helden, die auf Ruhm und Ehre aus sind, sondern immer wieder in Abenteuer verwickelt werden und sich durchbeissen müssen. Allerdings stehen sie zu sich selbst und auch zu ihren Kameraden und wenn es hart auf hart kommt, wachsen sie über sich hinaus. Die anderen beiden Protagonistinnen die ich erwähnen möchte sind Nyorda und Syen. Erstere ist ein Mensch, die einen enormen Hass auf die Zwerge hat und auch nicht davor zurückschreckt mit den Orks zusammen zu arbeiten um möglich viele von den “Wühlern” umzubringen, während die andere die Vertreterin des erkrankten Generals der Zwerge ist. Auch diese beiden liefern sich einen erbitterten Kampf, auch wenn sie sich nur einmal von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.

Handlung:

Die Grundidee hinter der Geschichte ist zwar nicht wirklich etwas Neues, denn es gibt schon einige Geschichten in denen Zwerge gegen Orks kämpfen, aber was mir an diesem Buch wirklich zugesagt hat, ist der schwarze Humor. Vor allem von dem Oger Modrath, dessen derbe Sprüche mir das ein oder andere schmunzeln abverlangt haben. Aber auch der Aufbau der ganzen Handlung, die Beschreibung der Kämpfe, sowie der Spannungsbogen haben mir sehr zugesagt und deshalb gab es auf den ganzen 620 Seiten weder Längen noch Langeweile. Erwähnenswert ist außerdem, dass sowohl die Zwerge, als auch die Orks ihre eigene Kultur, ihre Geschichte und ihre Bräuche haben und von beiden Seiten etwas gezeigt wird. Es gibt in dieser Geschichte keine gute und keine Böse Seite, denn beide Völker lieben den Krieg, wollen ihren Territorien ausbauen und die andere Rassen vernichten. Es gibt ehrenhafte Orks und hinterlistige Zwerge.

Das einzige was mir leider nicht gefallen hat war das Ende. Es ist anders, als ich es mir erwartet habe und meiner Meinung nach wird es vor allem Glond nicht gerecht. Auch werden die weiteren Entwicklungen nach der letzten Schlacht auf ein paar wenigen Seiten abgehandelt. Auch hier hätte ich mir mehr gewünscht.

Fazit:

„Der Schatz der Ahnen“ ist es ein hervorragender Abschluss der Trilogie und ich werde sicher auch die ersten beiden Bände lesen, da ich irgendwie diesmal von hinten eingestiegen bin. Selbst wenn man keine Ahnung von Band 1 und 2 hatte, kam man klasse ins Buch und es lies sich flüssig und sehr angenehm lesen. Für alle Wörter der Zwergen- und Orksprache war ein Glossar vorhanden, so dass man auf jeden Fall immer genau wusste, was da nun gerade Sache ist.

Für alle Phantasyfreunde, die auch derbe Sprüche und schwarzen Humor stehen, kann ich das Buch nur empfehlen und es gibt von mir

da das Ende für meinen Geschmack einfach zu sehr wirkte, als wolle man nur fertig werden.